Wegweisende Entscheidung
Schloss Reinhardsbrunn enteignet

Schloss Reinhardsbrunn in Friedrichroda, Landkreis Gotha.
  • Schloss Reinhardsbrunn in Friedrichroda, Landkreis Gotha.
  • Foto: Martina Giese-Rothe
  • hochgeladen von Gerd Zeuner

Das bei Friedrichroda gelegene Schloss Reinhardsbrunn ist jetzt enteignet worden. Am heutigen Dienstag, 10. Juli, ging der 37-seitige Beschluss des Landesverwaltungsamtes in der Staatskanzlei ein.

Da sich die Eigentümer nicht um das Schloss und dessen den Erhalt gekümmert haben, hatte der Freistaat Thüringen die Enteignung betrieben, denn das für die Landessgeschichte bedeutsame Bauwerk war über viele Jahre immer mehr verfallen.

Zur Entscheidung des Landesverwaltungsamtes, die bisherige Eigentümerin von Schloss Reinhardsbrunn zu enteignen und das Schloss auf den Freistaat Thüringen zu übertragen, erklärt Ministerpräsident Bodo Ramelow:

„Das von der Vorgängerregierung angestoßene und durch die jetzige Landesregierung aktiv und konsequent betriebene Enteignungsverfahren ist heute durch eine wegweisende Entscheidung des Landesverwaltungsamtes bestätigt worden. Ein derartiges Enteignungsverfahren ist in Thüringen und der gesamten Bundesrepublik einmalig. Ich bin sehr froh, über diese Entscheidung. Sie bestätigt, dass sich der von uns eingeschlagene Weg, das Eigentum an der Schloss- und Parkanlage von Reinhardsbrunn zu erhalten, ausgezahlt hat. Für Reinhardsbrunn ist die Zeit des Verfalls sowie der Notsicherungsmaßnahmen durch die Denkmalbehörden nun vorbei.“

Reinhardsbrunn dürfe mit Fug und Recht als Keimzelle Thüringens genannt werden, sagt Ramelow. „Die Geschichte dieses kulturhistorisch einzigartigen Ortes kann nun endlich neu und zukunftssicher geschrieben werden.“

Seinen besonderen Dank sprach Ramelow den vielen ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützern aus der Region und dem Förderverein aus. Der jetzige Erfolg sei maßgeblich auch ihr Verdienst.

Der vom Landesverwaltungsamt ausgefertigte Enteignungsbeschluss sieht vor, dass der Freistaat Thüringen innerhalb eines Jahres Maßnahmen zur Sicherung beginnen muss. Allein dafür sind bereits 1,5 Millionen Euro vom Land zurückgelegt worden. Bei den Kosten, die bei einer Sanierung des Schlosses insgesamt fällig werden, gehen die Zahlen weit auseinander: Während Ramelow jüngst von 20 bis 30 Millionen Euro sprach, hieß es aus der mittleren Verwaltung, es könnten bis zu 40 Millionen Euro nötig sein, um die von einem großen Park umgebebene Immobilie zu ertüchtigen und nutzbar zu machen.

Autor:

meinanzeiger .de aus Erfurt

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