Anzeige

Ansichtssache: Das Kind ist des Todes

Homöopathie oder Schulmedizin. Egal wie: Das Kind ist des Todes.
Homöopathie oder Schulmedizin. Egal wie: Das Kind ist des Todes.
Anzeige

Ich möchte eine These aufstellen: Eltern sind die schlimmsten Dogmatiker. Schlimmer noch als Hundebesitzer. Erziehung heißt offenbar, sein Kind wahlweise zu töten oder zum Monster zu machen.

Da sind die Terror-Dogmatiker: „Globuli? Sie möchten wohl, dass dem Kind die Beine abfaulen?“ – „Impfen? Dann können Sie das Kind gleich mit Strychnin-Brei füttern.“

Die Ost-West-Dogmatiker: „Das Kind geht mit sechs Monaten noch nicht aufs Töpfchen? So bleibt es lebenslang inkontinent.“ – „Sie dürfen das Kind nicht aufs Töpfchen zwingen. Es wird kriminell oder ein Rassist.“

Am schlimmsten sind aber die aufrichtig hinterhältigen Gutmein-Dogmatiker: „Mir geht es doch nur ums Kind.“ Übersetzt heißt das: „Mach gefälligst, was ich sage, du Rabenvater.“

Das Perfide an Erziehung ist, dass die eigene Meinungsbildung ohne Ratschläge nicht auskommt. Die wiederrum führen aber alle direkt ins Verderben. Ich wollte deshalb ein Plädoyer für mehr Laissez-faire schreiben. Aber plötzlich scheint mir Meinungsdiktatur doch sympathischer. Fragen Sie einfach mich: Ich habe zwei Kinder und einen Hund.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige