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Hitzschlaggefahr bei Kleintieren

Wo: Kleintierpraxis Dr. J. Rönnert, Bertha-Schneyer-Straße 10, 99867 Gotha auf Karte anzeigen
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Hochsommer heißt Hitzschlaggefahr. Bei Kleintieren führt dies nicht selten zu lebensbedrohlichen Notfällen.
Am häufigsten vom Hitzschlag betroffen sind
Kaninchen und Meerschweinchen, die bereits ab Temperaturen von 30 Grad C stark gefährdet sind. Bei alten und kranken Tieren und bei schwüler Luft können auch schon einige Grad weniger kritisch sein. Solche Temperaturen werden nicht nur beim Transport im Auto, sondern auch in Außengehegen, sonnenbeschienenen Käfigen oder überhitzten Wohnungen erreicht.

Hier einige Prophylaxe-Tipps:

Bei Außengehegen muss den Tieren im Hochsommer stets ein gut belüfteter Auslauf mit ausreichend Schattenplätzen zur Verfügung stehen. Auf Balkons und in kleinen Außenställen dagegen werden zu schnell kritische Temperaturen erreicht. Käfige in der Wohnung müssen vor direkter Sonne geschützt sein.
Feuchte Tücher über Gehegen oder Käfigen tragen zur Abkühlung bei, dürfen aber die Luftzirkulation nicht zu stark beeinträchtigen. Zusätzlich können Kühlakkus oder mit gefrorenem Wasser gefüllte Plastikflaschen außen ans Gitter gelegt werden. Solche gefrorenen Plastikflaschen kann man in Handtücher gewickelt auch direkt im Auslauf platzieren, so dass sich bei Bedarf die Tiere zum Erfrischen danebenlegen können. Angenehm kühle Liegeplätze bieten auch Fliesen/Steinplatten oder umgedrehte große Blumenuntersetzer mit Kühlakkus darunter und einem Handtuch darüber.
Wasser muss reichlich angeboten werden, möglichst in flachen Näpfen oder Schalen, da viele Tiere bei Hitze gerne Ohren und Füße darin eintauchen.
Im Außengehege kann ein Teil des Bodens zur Abkühlung mit Wasser besprüht werden.
Außerdem kann man die Tiere direkt mit kühlen feuchten Tüchern abreiben. Bei Kaninchen ist ein Befeuchten der Ohren besonders effektiv.

Hitzschlagsymptome:

Unruhe, Apatie, Hecheln, Muskelzittern, Krämpfe, Seitenlage

Erste-Hilfe-Maßnahmen:

feuchte, nicht zu kalte Umschläge oder Abreiben mit lauwarmen Wasser, danach sollte der Patient ohne weitere Hitzebelastung (notfalls im klimatisierten Taxi) in die Tierarztpraxis gebracht werden

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