Judo Anfängerturnier - Wer kämpft gewinnt

Gerome versucht gerade seinen Vereinskameraden Fred zu werfen. Die Judoanfänger zeigten sich allesamt motiviert und zahlreiche Judotechniken sahen schon richtig professionell aus.
  • Gerome versucht gerade seinen Vereinskameraden Fred zu werfen. Die Judoanfänger zeigten sich allesamt motiviert und zahlreiche Judotechniken sahen schon richtig professionell aus.
  • hochgeladen von Tobias Tejkl

Mutig den ersten Kampf gemeistert haben zahlreiche Judoanfänger am vergangenen Samstag beim FSV Anfängerturnier in Gotha. Insgesamt 94 Judoka waren der Einladung der Abteilung Judo des FSV 1950 Gotha gefolgt. Die Gäste aus Eisenach, Mühlhausen, Heiligenstadt, Arnstadt und Wechmar konnten sich wie immer auf eine gute Organisation des Turniers verlassen. Mit 41 Teilnehmern waren die Judoka aus der Residenzstadt zahlenmäßig am stärksten vertreten.
Auf der Tatami zeigten die Judoanfänger spannende Kämpfe, für viele war es der erste Wettkampf überhaupt. Wer kämpft gewinnt, damit ist nicht unbedingt nur der Sieg auf der Tatami gemeint, vielmehr sollen die Kinder lernen, dass der sportliche Wettstreit Spaß macht und letztendlich zur Ausbildung einer starken Persönlichkeit beiträgt. Stark haben sich am Ende alle gefühlt, denn ganz alleine auf sich selbst gestellt einen Kampf zu meistern, dazu gehört auch eine gehörige Portion Mut. Und wenn man mal verliert ist das im Judo auch nicht schlimm, denn es schimpft keiner oder ist sauer. Im Gegenteil es gibt gute Tipps für den nächsten Fight und lobende Worte für den gezeigten Einsatz und wer es braucht auch gerne ein paar tröstende und aufbauende Worte.
Die Judoka die sich noch nicht zum Wettkampf trauten staunten beim nächsten Training nicht schlecht, als sie von den Erfolgen ihrer Trainingskameraden erfuhren. Ramon Koslik aus der Trainingsgruppe in der Reyherschule zum Beispiel, gewann gleich im ersten Turnier alle Kämpfe und holte sich verdient die Goldmedaille. Tristan Jung, der vor einem Jahr schon das Turnier gewann, zeigte wieder eindrucksvolle seine Wurfkünste. Mit einem astreinen und superschnellen Uchi-mata holte er seinen Gegner von den Beinen. Das nahm auch der Kampfrichter und Pressewart des Thüringer Judoverbandes Thomas Gubert staunend und verwundert zur Kenntnis. Denn diesen Innenschenkelwurf sieht man eher bei den "Profis" .
Mit dem Jahresanfang haben sich die Trainer der Abteilung Judo auch Gedanken über Änderungen in ihrer Trainingsplanung gemacht. So wird in Zukunft noch mehr Augenmerk auf die koordinativen und athletischen Grundlagen gelegt, die Fundamente für eine solide Judotechnik sind.

Autor:

Tobias Tejkl aus Gotha

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