Olympiamedaille zum Anfassen

Autogrammstunde mit Judo-Vizeolympiasiegerin Kerstin Thiele vom JC Leipzig, Arne Hirsch und Arved Dittmar vom FSV 1950 Gotha lassen sich die Chance nicht entgehen
  • Autogrammstunde mit Judo-Vizeolympiasiegerin Kerstin Thiele vom JC Leipzig, Arne Hirsch und Arved Dittmar vom FSV 1950 Gotha lassen sich die Chance nicht entgehen
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Die Gelegenheit eine Olympiamedaillengewinnerin samt Olympiamedaille live zu sehen hat man nicht alle Tage, so nutzten die Judokämpfer des FSV 1950 Gotha die Chance am vergangenen Samstag beim 17. Judoturnier des JC Leipzig. Kerstin Thiele, in London Silbermedaillengewinnerin bis 70 kg, nahm sich trotz straffen Terminplan die Zeit und stand den zahlreichen kleinen Fans für Autogramme parat. Ihre Silbermedaille hatte sie zum Ansehen und Anfassen ebenfalls mitgebracht. Als Nachrückerin war sie spät nominiert wurden und galt in London nicht als Medaillenkanidat. Das sie als Außenseiterin am Ende nur der französischen Judolegende Lucie Décosse unterlag, war eine echte Überraschung und sorgte mit für ein grandioses Abschneiden der deutschen Judoka in London. Im Judo ist immer alles Möglich eine Aktion kann den Sieg bringen, so erging es auch den U11 Kämpfern aus Gotha im ersten Kampf. Früh war man in Gotha gestartet um pünktlich 8:30 Uhr zum Einwiegen in Leipzig zu sein. Mit scheinbar noch zu viel Schlaf in den Augen ließ sich allzu leicht vom Gegner überrumpeln. Hagen Joost (-26 kg) ließ sich zum Beispiel im ersten Kampf von seinem Hallenser Gegner mit einer bilderbuchreifen Seoi-nage auf die Tatami schicken. Die Kämpfer aus Halle hinterließen insgesamt einen starken Eindruck. Auch wenn die Teilnehmerzahlen in Leipzig unerwartet niedrig waren, brachte das der Qualität keinen Abbruch. Vertreten waren vor allem die schwergewichtigen Vereine aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Das es am Ende für drei der sechs mitgereisten Gothaer 3. Plätze gab war erfreulich. So konnte Lynnart Gaul (U11, -42 kg), Hagen Joost (U11, -26 kg) und Arne Hirsch (U13, -44 kg) Bronzemedaillen gewinnen. Arved Dittmar verpasste nach guter kämpferischer Leistung nur knapp die Medaillenränge. Er verlor seinen Kampf um den dritten Platz. In Gotha wird man vor allem am Durchsetzungsvermögen und am Abschluss arbeiten müssen, hier erwiesen sich die Gegner aus Leipzig und Halle schlagkräftiger. Das man im Thüringer Maßstab schon gut dabei ist, bewies ja erst kürzlich Lynnart Gaul mit seinem Landesmeistertitel.
Am kommenden Samstag blasen die Gothaer Judoka dann zum letzten Angriff in diesem Jahr. In der Turnhalle „Arnoldi“ in der Eschleber Str./Ecke Freiligrathstraße findet das traditionelle FSV Weihnachtsturnier in seiner 16. Auflage statt. Beginn ist 10:00 Uhr.

Autor:

Tobias Tejkl aus Gotha

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