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Wurfquote als Zünglein an der Waage

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Oettinger Rockets Gotha unterliegen Nürnberg nach großem Kampf: Von Wolfgang Gleichmar:

Deutlich verbessert gegenüber dem Auftaktmatch, aber noch nicht konstant genug für den ersten Sieg: So präsentierten sich die Oettinger Rockets Gotha am Donnerstag beim ersten Heimspiel der Saison 2013/2014. Vor der Blaue-Hölle-Rekord-Kulisse von 1626 Zuschauern mussten sie sich dem Team von rent4office Nürnberg nach großem Kampf mit 75:84 (36:36) geschlagen geben.
„Wir haben ein besseres Spiel als gegen Ehingen gezeigt – vor allem kämpferisch konnten wir uns steigern“, sagte Head Coach Chris Ensminger nach einer packenden Partie. In der lieferten sich beide Seiten über weite Strecken ein Kopf-an-Kopf-Rennen, dessen Ausgang bis zum Schluss offen war.
Als Zünglein an der Waage machten beide Trainer übereinstimmend die Trefferquote aus: Fanden bei den ersatzgeschwächten Nürnbergern, die kurzfristig auf drei angeschlagene Leistungsträger verzichten mussten, mehr als die Hälfte der Würfe (27 von 50 / 54 Prozent) den Weg durch den Ring, so konnten die Gothaer lediglich 30 von 70 Versuchen aus dem Feld versenken (43 Prozent). Besonders deutlich fiel der Unterschied bei der Dreierquote aus: Hier glänzten die Mittelfranken mit starken 55 Prozent (12 von 22), hingegen mussten sich die Gothaer mit 33 Prozent (7 von 21) begnügen. Das gab am Ende den Ausschlag über Sieg und Niederlage. Ähnlich sah das auch rent4office-Coach Martin Ides. Er bescheinigte seiner Mannschaft einen beherzten Auftritt, bei dem sie ihre Stärken exzellent ausgespielt hat: „Wir besitzen genug Spieler, die sehr gut von außen treffen können – das haben sie heute gezeigt.“
Bester Schütze der Gothaer war einmal mehr Chase Griffin. Der US-Guard legte 25 Punkte auf und versenkte fünf von sechs Dreipunkt-Würfen. Abermals stark präsentierte sich auch Ali Fraser. Der Neuzugang aus Schottland brachte es letztlich auf 11 Zähler. Vor dem Seitenwechsel schloss er zwei Angriffe mit Dunkings ab.
Derweil spiegelte sich in den starken Quoten der Gäste auch das berühmte Quäntchen Wurfglück wider. Das wiederum hatten die Gothaer heute nicht (besonders oft) auf ihrer Seite. Deshalb kam Chris Ensminger zu dem Schluss: „Nürnberg hatte die Big-Shots. Aber so ist das beim Basketball: Es gibt Tage, an denen fällt einfach alles – und es gibt auch Tage wie diesen. Morgen könnte das schon wieder ganz anders aussehen.“
Anders aussehen soll es bereits am Sonntag. Dann müssen die Rockets bei MLP academics Heidelberg (Tip-Off: 17 Uhr) antreten.

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