Dichtfest lockt nach Tambach-Dietharz
... und es werde dicht

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Tambach/Dietharz. Es war schauerlich angesagt, was das Wetter anging. Strömender Regen, kühler Wind, Schmuddelwetter. Ganz offensichtlich hatte Wettergott Petrus allerdings darum gewusst, dass sich eine Rede auf einem Dach bei einem solchen Wetter nicht schön halten lässt. Und hatte ein Einsehen: Fast auf die Sekunde genau stoppte er Regen und Wind, der noch eine Stunde zuvor auf das Gelände niederprasselte und ließ das "Dichtfest" im Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland pünktlich um 11 Uhr beginnen.

"Bei uns ist eben alles ein wenig anders", scherzte Klaus-Dieter Heber, Vorstand der Deutsche Kinderhospiz- und Familienstiftung sowie Geschäftsführer der Kinderhospiz Mitteldeutschland gGmbH. "Wir feiern kein Richtfest, wir feiern erst, wenn das Dach dicht gemacht ist, also ist es ein Dichtfest."

Und auch, weil Richtsprüche immer in Versform gesprochen werden, passte auch das mit dem Titel gut zusammen: Zimmermannsmeister Steffen Hellmuth, von der Hellmuth Holzbau GmbH Rottlebrode, schmetterte die Zeilen vom Dach: Das Haus, das wir hier aufgerichtet, in dessen Dach wir freudig stehen, vom Grund auf fest its's aufgeschichtet, und herrlich ist es anzuseh'n.

Es ist ein Haus für kranke Kinder, dies will unser Bauherr bau'n, sie sollen eine Stätte finden, der sie sich können anvertrauen. Oh Herrgott, segne dieses Haus, sei den Bewohnern gut und strahle in ihr Herz hinein, auch Lebensmut.

"Der Einzelne ist wichtig, das Team ist alles!" ergänzte Klaus-Dieter Heber und verzierte damit eine Dachziegel als besonderen Gruß an alle Beteiligten, bevor das obligatorische Glas geworfen wurde und zerschellte.

Hintergrund:
Das Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz baut an. Seit Herbst des Jahres 2018 entstehen dringend benötigte weitere Elternzimmer, Therapier- & Sozialräume und Lagermöglichkeiten. Auch eine Holz- und Keramikwerkstatt wird es künftig geben. Insgesamt fließen über zwei Millionen Euro in das Bauvorhaben. 60 Prozent davon muss mit Hilfe laufender Spenden sichergestellt werden. Die anderen 40 Prozent werden durch zweckbezogene Förderungen unter anderem der Deutschen Fernsehlotterie gGmbH, der Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e. V. und des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie bereitgestellt. Ab dem Jahr 2020 wird dadurch mehr Angehörigen die Möglichkeit geboten, unser Hilfsangebot gemeinsam zu nutzen.

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