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Aus Aspach in die Stratosphäre

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Im Frühjahr 2016 wurde das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „German Space Cooperation“ (dt: Deutsche Raumfahrt Kooperation) ins Leben gerufen. Gründer und Flugleiter der Organisation ist Morris Messing aus Aspach. Seit der Gründung wurden im Rahmen des Projektes zahlreiche Tests und bereits zwei Flüge in die Stratosphäre durchgeführt. Um die Stratosphäre in ca. 30.000 Meter Höhe zu erreichen verwendet GSpaceC (Abk.) ein Ballonsystem, welches mit Hilfe des Gases Helium, welches leichter als Luft ist in der Lage ist Nutzlasten bis zu 2000g zu transportieren. Die zum Transport der Nutzlast benötigte Sonde wurde im Sommer 2016 im Rahmen des Programms „Strato-T“ entwickelt. Sie besteht fast ausschließlich aus Styropor, da dieser Werkstoff sehr leicht und dennoch stabil ist. Außerdem besitzt Styropor gute Dämmeigenschaften. Diese Eigenschaft wird benötigt um die Feinelektronik innerhalb der Sonde sowie den Bordcomputer vor den Außentemperaturen von bis zu -60°C zu schützen. Während der beiden Flüge in die Stratosphäre (01. Oktober 2016 und 26. März 2017) sammelte die Organisation, Wetter- und Positionsdaten sowie Videomaterial aus der Stratosphäre. Die Gesammelten Daten können dann zur Erforschung des Wetters und Wettervorhersage genutzt werden. Obwohl bei den ersten beiden Flügen, selbst Daten gesammelt worden und dies auch für den dritten Flug (Sommer 2017) so geplant ist, ist das Ziel von GSpaceC ein anderes. Durch das Projekt soll jedem die Möglichkeit geboten werden eigene Experimente in die Stratosphäre zu schicken und Daten zu sammeln und das zu einem erschwinglichen Preis. Auch Schulen, Universitäten und Firmen bietet GSpaceC diese Option. Weiterhin entwickelt die Organisation neue Ballonsysteme um die private Luft- und Raumfahrt in Deutschland voran zu bringen. Bereits im nächsten Jahr möchte GSpaceC die Nutzlastgrenze auf 10000g anheben und Flugzeiten von bis zu 14 Tagen ermöglichen. Später soll es auch möglich sein mehrere Tonnen Nutzlast zu transportieren (Stratosphärenteleskope o.Ä.). Solche Flüge sind in den USA bereits seit einigen Jahren möglich, werden aber auf Grund der hohen Kosten nur von den Raumfahrtbehörden selbst durchgeführt. GSpaceC möchte diese Kosten senken, indem die Ballons wiederverwendet werden. Das Wiederverwendbarkeitsprinzip erprobte die Organisation bereits bei ihrem zweiten Flug. Auf Grund eines Fehlers platzte der Ballon allerdings. Das Langzeitziel der German Space Cooperation ist es in den 2020er Jahren eine unbemannte Rakete in das Weltall zu senden. Mit ihren Projekten möchte die Organisation vor allem Jugendliche für das Thema Raumfahrt begeistern. Jeder hat die Möglichkeit GSpaceC beizutreten und seinen eigenen Beitrag zur Erfüllung dieser Ziele zu leisten. Derzeit besteht das Team von GSpaceC ausschließlich aus Jugendlichen aus Aspach, Gotha, Schwabhausen und Berlin.

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