Jugendschutz beim Maifeuer und Maisprung - Aus dem Landratsamt des Landkreises Eichsfeld

Jugendschutz beim Maifeuer/Maisprung

Damit das traditionelle Maifeuer ein Erfolg wird, gibt es insbesondere im Bezug auf das Thema Jugendliche und Alkohol einige Regeln zu beachten und einzuhalten. Das Jugendamt weist an dieser Stelle noch einmal auf die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen hin. Alle Erwachsenen sind aufgefordert auf deren Einhaltung. Insbesondere für die Veranstalter gilt es zahlreiche Dinge zu beachten.

Denn zuviel Alkohol kann nicht nur zur Gesundheitsgefährdung führen sondern auch das Gelingen eines schönen Festes aus dem Ruder laufen lassen. Aggressive Gäste oder Alkoholleichen möchte im Grunde keiner auf seiner Veranstaltung haben.
So hat ein Veranstalter eines öffentlichen Festes zahlreich gesetzliche Pflichten und eine Menge Verantwortung, dies gilt besonders, wenn Kinder und Jugendliche mitfeiern.

• Nach wie vor gilt, dass an Jugendliche unter 18 Jahren kein Branntwein und keine branntweinhaltigen Getränke (wie Whisky, Wodka, Weinbrand, Alcopops etc.) oder Lebensmittel an Jugendliche unter 16 Jahren darüber hinaus auch keine anderen alkoholischen Getränke (wie Bier, Wein, Apfelessig oder ähnliches) abgegeben werden.

• Nach dem neuen Jugendschutzgesetz ist die Altersgrenze für die Abgabe und das Rauchen in der Öffentlichkeit (§10 Jugendschutzgesetz) von 16 auf 18 Jahre angehoben worden. Damit ist die Abgabe von Tabakwaren für unter 18jährige verboten und das Rauchen nicht gestattet.

• Die Realisierung der Aufsichtspflicht bei Aufenthalt von minderjährigen Personen im Verlauf der Veranstaltung muss gewährleistet werden.

• Kinder ohne Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person ist der Aufenthalt nicht gestattet und Jugendlichen ab 16 Jahren der Aufenthalt bis maximal 24:00 Uhr gestattet.

Die Maifeuer finden meist außerhalb des Wohnortes und auf freiem Gelände statt, deshalb sind folgende Empfehlungen und Hinweise zu beachten:

• für eine sichere An- und Abreise geeignete Zufahrtswege gewährleisten

• genügend Personal um Sicherheitskontrollen durchzuführen (Kinder unter 14 Jahren ohne personensorgeberechtigte oder erziehungsbeauftragte Person ab 22.00 Uhr vom Gelände verweisen)

• gegebenenfalls Personal für eine sichere Heimreise der Kinder bereitstellen

Für die Gewerbetreibenden und Veranstalter sind die Regelungen verbindlich. Zuwiderhandlungen gegen die gesetzlichen Verbote des Jugendschutzgesetzes können als Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten mit einem Bußgeld bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

- Informationsmaterialien sind beim Jugendamt des Landkreises Eichsfeld, Aegidienstraße 24 in Heilbad Heiligenstadt erhältlich.
- Für Auskünfte stehen die Mitarbeiterinnen des Jugendamtes, Frau Blümke unter Telefon (03606) 650 51 31, und Frau Zink unter Telefon (03606) 650 51 32, zur Verfügung.

Autor:

Lokalredaktion Eichsfeld aus Heiligenstadt

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