Serie: Hohe Kunst
Deckengemälde im Jesuitenkolleg Heiligenstadt

Die reich verzierte Stuckdecke schmückt das Treppenhaus des einstigen Jesuitenkollegs in ­Heiligenstadt. Über imposante Holztreppen kommt man ihr Stufe für Stufe näher. Heute ­beherbergt der Barockbau das Eichsfelder Heimatmuseum.
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  • Die reich verzierte Stuckdecke schmückt das Treppenhaus des einstigen Jesuitenkollegs in ­Heiligenstadt. Über imposante Holztreppen kommt man ihr Stufe für Stufe näher. Heute ­beherbergt der Barockbau das Eichsfelder Heimatmuseum.
  • hochgeladen von Sibylle Klepzig

Für diese wunderschönen Decken legen wir gerne ­unseren Kopf in den Nacken und werfen den Blick nach oben: Hier stellen wir in unserer Serie das Deckengemälde des ehemaligen Jesuitenkollegs in Heiligenstadt (heute Eichsfelder Heimatmuseum) vor.
Es schaut hinauf: Dr. Torsten W. Müller, Leiter des Eichsfelder Heimatmuseums
in Heiligenstadt

"Wer das Treppenhaus im Jesuiten­kolleg betritt, hält unwillkürlich inne. Zuerst bleibt der Blick an schweren Holztreppen haften, an Wangen und Geländern mit kunstvollen Schnitzereien. Dann gleitet er immer höher, erreicht die Decke – und es scheint, als öffne sich der Himmel. Um Sonnenstrahlen schweben Engel und Heilige.

Diese barocke Darstellung sollte einst den Himmel schon auf Erden sichtbar machen. ­Johann Martin Hummel schuf das reich mit Stuck verzierte Deckengemälde für das Kolleg der Jesuiten in Heiligenstadt. Die ­„Elitetruppe des Papstes“ war 1574 von Mainz ins Eichsfeld geschickt worden, um die Menschen in Zeiten der Reformation wieder für den katholischen Glauben zu gewinnen.

Das 1740 errichtete ­Kolleg – der größte Barockbau des Eichsfeldes – zeugt vom Einfluss der Ordensmänner. Im Zentrum der Decke steht daher auch der Namenszug Jesu „IHS“. Die Jesuiten nutzen bis heute das IHS als ihr Logo. Gleich daneben entdeckt man vier Bildnisse von Heiligen aus dem Jesuitenorden.

Heute beherbergt das geschichtsträchtige ­Gebäude das Eichsfelder Heimat­museum. Jeder Rundgang führt natürlich durch das Treppenhaus, das auch in Kunstführern gelobt wird. Das Beste: Um die barocke Decken­pracht in aller Ruhe zu betrachten, muss kein Besucher einen steifen Hals riskieren. Direkt unter dem Gemälde steht im Erdgeschoss eine Bank, auf deren Rückenlehne der Kopf ruhen kann. Also: Brille nicht vergessen!"

Alle Beiträge der Serie "Hohe Kunst" finden Sie hier.

Autor:

Sibylle Klepzig aus Nordhausen

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