Mein Museum: Literaturmuseum "Theodor Storm" in Heiligenstadt

Vorm Literatur­museum ­„Theodor Storm“ in Heiligenstadt steht der Dichter – als Bronze­statue.
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  • Vorm Literatur­museum ­„Theodor Storm“ in Heiligenstadt steht der Dichter – als Bronze­statue.
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Gedichte, Märchen & Novellen: Siebeneinhalb Jahre lebte Theodor Storm in Heiligenstadt. Das Stormmuseum bringt diese Zeit nah. Eine Empfehlung von Dr. Regina Fasold.

Was gibt‘s Musehenswertes?
In sieben Räumen wird das Leben und künstlerische Schaffen Theodor Storms in seiner Heiligenstädter Zeit veranschaulicht. ­Politische Diskrepanzen hatten ihn 1856 mit Frau und Kindern von Husum ins Eichsfeld geführt, wo er bis 1864 als preußischer Kreisrichter arbeitete. Unser Literaturmuseum widmet sich vor allem Storms Dichtung und zeigt, welche Bedeutung seine Novellen, Gedichte und Märchen heute noch haben. Zugleich lernt der Besucher Storm als Familienmenschen kennen, als einen modernen Intellektuellen seiner Zeit.

Woran führt kein Weg vorbei?

In Heiligenstadt verfasste Storm 1862 seine populärste
Weihnachtsdichtung: „Knecht Ruprecht“. Kein Wunder also, dass das Weihnachtszimmer ganzjährig zur Ausstellung gehört. Gleich nebenan wird an drei seiner schönsten Märchen erinnert: „Der kleine Häwelmann“,„Die Regentrude“, und „Bulemanns Haus“. Die beiden letzteren entstanden ebenfalls in Heiligenstadt.

Lebendiges Museum:

Jedes Jahr Anfang Juli organisieren wir die Stormtage, zu denen sich Wissenschaft und Künste begegnen. Außerdem ­arbeiten Literaturexperten gerade an einem Storm-­Standardwerk, welches die Forschung der zurückliegenden 20 Jahre zusammenfasst.

Außer der Reihe:
Anlässlich des 200. Geburtstages des Dichters am 14. Sep­tember 2017 wird es ein Chorsingen geben, denn Storm war auch ein bekannter Chorleiter. Schon vorher sind Veranstaltungen und Ausstellungen geplant. (» stormmuseum.de)

Ihr liebstes Stück?

Mein Herz hängt an den Erstausgaben in unserer Sammlung. Dazu gehört ein in rotes Leder gebunder Gedichtband aus dem Jahr 1864. Auch handschriftliche Originale faszinieren mich.

Sind auch Kinder ­museumsreif?
Storm hatte eine Vorliebe für Märchen, Sagen und Gespenstergeschichten– dafür lässt sich jedes Kind begeistern. Die museumspädagogischen Angebote reichen von der spukhaften Lesung über Stabpuppenspiele bis zur Schreibwerkstatt für „deutsche Schrift“. Höhere Klassenstufen erhalten Materia­lien für die selbstständige Gruppenarbeit.

Museums-Rundgang:
Besucher sollten eine dreiviertel bis eine Stunde einplanen, denn es gibt viel zu lesen. Neben der Überblicksführung sind Fachvorträge und Lesungen zu buchen.

Das muss gesagt werden:
Zum Museum gehört ein Garten mit historischen Rosen aus dem 19. Jahrhundert. Das hääte auch den Garten- und Rosenfreund Storm gefreut, der in seiner Heiligenstädter Zeit leider auf einen Garten verzichten musste.

Autor:

Sibylle Klepzig aus Nordhausen

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