Stromtrasse
Manfred Grund begrüßt neuen Vorschlag für Erd-Stromtrasse SuedLink

Foto: Die Netzbetreiber planen für den Transport der im Norden erzeugten Windenergie (Foto) eine Gleichstrom-Hochspannungsleitung SuedLink nach Bayern zu bauen. Diese soll unterirdisch verlaufen. Die Planungen wurden überarbeitet und am 21. Februar 2019 neu vorgestellt.
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Bundestagsabgeordneter Manfred Grund begrüßte am Donnerstag den geänderten Vorschlag der Netzbetreiber für die Stromtrasse SuedLink.

Die TenneT TSO GmbH sowie die TransnetBW GmbH haben am Donnerstag ihren Vorschlag für die zweite Stufe des Bundesfachplanungsverfahrens veröffentlicht. Demnach soll der prioritäre Trassenverlauf für die Erdkabel nicht mehr das Eichsfeld durchschneiden, sondern am westlichen Rand des Landkreises verlaufen.

Von Norden kommend westlich der Leine bis Göttingen / Friedland soll SuedLink nach dem jetzt verfolgten Vorzugskorridor weiter zur Werra westlich an Arenshausen vorbei verlaufen. Südöstlich von Witzenhausen folgt SuedLink der Werra nach Lindewerra und Wahlhausen. Hier passiert die Trasse das Eichsfeld. Sie führt östlich um Bad Sooden-Allendorf und folgt der Werra bis Albungen. Der genaue Verlauf wurde unter https://www.tennet.eu/de/news/news/suedlink-startschuss-fuer-endgueltige-entscheidung-ueber-korridorverlauf/ veröffentlicht.

Die Überarbeitung der Entwurfsplanung erfolgte durch die SuedLink-Vorhabenträger TenneT und TransnetBW gemeinsam mit den Fachgutachtern der ARGE SuedLink auf Grundlage des von der Bundesnetzagentur festgelegten Untersuchungsrahmens nach § 8 Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG). Die Änderungen in Nordthüringen beachten regionale Wasserschutzgebiete sowie den Artenschutz. Darauf hatten Landrat Dr. Werner Henning und Abgeordneter Manfred Grund mehrfach hingewiesen.

Die neuen Antragsunterlagen sollen Ende Februar bei der Bundesnetzagentur eingereicht werden. Zu diesem Antrag kündigt die Bundesnetzagentur ein formelles Beteiligungsverfahren an. Erst im Anschluss legt die Bundesnetzagentur den Erdkabelkorridor für SuedLink fest.

„Es ist noch nichts in trockenen Tüchern“, sagte Abgeordneter Manfred Grund nach Bekanntwerden der geänderten Planungen. „Wenn die Bundesnetzagentur jedoch diesem Vorschlag folge, wären die Belastungen für das Eichsfeld minimiert“, erklärte der Bundestagsabgeordnete. Er sieht die Forderung erfüllt, dass der Trassenverlauf möglichst geradlinig zwischen Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) und Grafenrheinfeld (Bayern) verlaufen solle und mit anderen Infrastruktureinrichtungen wie Bahntrassen und Straßen gebündelt werde.

Die Netzbetreiber planen für den Transport der im Norden erzeugten Windenergie eine Gleichstrom-Hochspannungsleitung SuedLink nach Bayern zu bauen. Diese soll unterirdisch verlaufen.

SuedLink als Hochspannungs-Stromtrasse besteht aus acht Kabeln, die unterirdisch in etwa 1,80 Meter liegen sollen. Die Trasse werde etwa 30 Meter breit sein. Durch eine Abstrahlung von 60 Watt je Meter und je Ader sind Einschränkungen für die Landwirtschaft nicht auszuschließen, erklärten die Planer. Dafür werden die Netzbetreiber eine Entschädigung aushandeln.

TenneT und Transnet BW werden in mehr als 30 Veranstaltungen vor Ort die Planungsgrundlagen und Vorschläge begründen. Für den 9. April 2019 wird nach Heilbad Heiligenstadt eingeladen.

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