Bahnhof Leinefelde
Reisezentrum Thema im Bundestag

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Bundestagsabgeordneter Manfred Grund hat die angekündigte Schließung des Reisezentrums der Deutschen Bahn in Leinefelde im Bundestag zum Thema gemacht.

Am 18. Januar 2019 habe er „aus der Presse“ erfahren, dass das DB-Reisezentrum zum 1. Februar 2019 geschlossen werden soll. Am darauf folgenden Montag habe er beim für Thüringen zuständigen Konzernbevollmächtigten protestiert. Dies berichtet Manfred Grund in einem aktuellen Video auf seinen Social Media-Kanälen.

In der Antwort hat der Konzernbevollmächtigte Eckart Fricke erneut auf eine fallende Nachfrage am „personenbedienten Verkauf“ in Leinefelde verwiesen. Statt des Schalters solle ein modernes Videoreisezentrum eingerichtet werden.

Die Umwandlung sei durch die DB Regio Südost mit dem Nahverkehrsverbund Thüringen und der Abellio Mitteldeutschland abgestimmt, schrieb der Bahnbeauftragte. Zugleich verwies Fricke auf eingesparte Regionalisierungsmittel, die der Freistaat Thüringen „an anderer Stelle angebotssteigernd und qualitätssteigernd“ einsetzen könne.

Ob es „keine bessere Alternative“ – wie Fricke zusammenfasste – gab, wollte Abgeordneter Grund auch von der Bundesregierung wissen. Seine Fragen wurden am Mittwoch in der Fragestunde aufgerufen. Der Bund ist alleiniger Anteilseigner an der Aktiengesellschaft Deutsche Bahn.

Der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann aus dem Bundesverkehrsministerium verwies auf die Verantwortlichkeit der Deutschen Bahn. Zudem hätten Befragungen von Kunden ergeben, dass die Videoreisezentren, die es seit 2013 gibt, von den Kunden akzeptiert und sehr gut angenommen würden. „Die Videoreisezentren stellen gerade im ländlichen Raum einen Gewinn für alle Beteiligten dar“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär. „Die Kunden profitieren von längeren und durchgehenderen Öffnungszeiten und ortskundigen Reiseberatern.“

Zugleich gab der Parlamentarische Staatssekretär Abgeordneten Manfred Grund recht, dass ältere Menschen Probleme hätten, mit diesen Anlagen umzugehen. Einfluss auf die Bahn habe jedoch nur der Freistaat Thüringen, der für die Regionalisierungsmittel zuständig ist, sagte Ferlemann. Die Landesregierung könnte sich, wenn sie so ein Angebot aufrechterhalten will, mit dem Angebotsträger einigen.

Manfred Grund forderte im Anschluss, dass es zumindest übergangsweise weiter personenbezogene Dienstleistungen am Bahnhof Leinefelde geben soll. Der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann sagte zu, sich die Bedingungen zu der Entscheidung anzusehen. Er stellte eine spätere schriftliche Antwort in Aussicht.

Das Video ist auf YouTube (https://www.youtube.com/watch?v=p2FIo2Dk-tE) und auf Facebook (https://www.facebook.com/manfredgrundmdb/) bei Manfred Grund abrufbar.

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