Hundeführerschein wird zur Pflicht

Besonders stolz ist der Sachverständige Hans-Joachim Büttner auf seinen preisgekrönten
Boxer Igor von Teutonia, alias Rommel.
  • Besonders stolz ist der Sachverständige Hans-Joachim Büttner auf seinen preisgekrönten
    Boxer Igor von Teutonia, alias Rommel.
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Ab September gelten Hunde der Rassen Pitbull, Stafford und Bullterrier sowie deren Kreuzungen aufgrund ihres hohen Beißpotenzials als gefährliche Hunde und müssen bei ihrem zuständigen Ordnungsamt registriert werden.

Des Weiteren sind die Halter in der Pflicht einen so genannten "Hundeführerschein" nachzuweisen. Das Training für den Hundeführerschein kann in Hundeschulen oder Vereinen erfolgen, die Prüfung muss jedoch von einem Sachverständigen abgenommen werden.

Ein solcher vom Landesverwaltungsamt in Weimar berufener Sachverständiger, übrigens der Einzige im Eichsfeldkreis ist Hans-Joachim Büttner aus Vollenborn. Seit seinem 16. Lebensjahr ist Büttner im Hundesport aktiv. Sein erster Hund, ein Boxer hat ihm damals viel Freude bereitet, dann verbrachte er 20 Jahre mit der Züchtung von Rottweilern, bevor er nun zu einem Boxer zurückgekehrt ist. Mittlerweile betreibt er in Vollenborn eine Hundeschule, die sowohl Einzelunterricht mit Theorie, als auch Gruppenstunden und Sozialisierung anbietet.

Wichtig ist für den Hundefreund die Tatsache, dass sich Hundehalter schon vor dem Kauf mit dem Tier auseinandersetzen sollten. "Was soll mein Hund können und was will ich eigentlich mit dem Tier, sind die grundlegenden Fragen, bevor sich jemand auf eine Rasse festlegt", betont er. Und auch wenn der Welpe dann schließlich im Haus ist, muss sich der neue Hundebesitzer viel Zeit für seine Erziehung nehmen. "Meist liegen die Fehler nicht beim Hund, sondern beim jeweiligen Halter", erklärt Hans-Joachim Büttner. Es sei enorm wichtig für einen Hundehalter das Verhalten seines Tieres richtig einschätzen zu können.

Zwar hätten die von der neuen Verordnung betroffenen Hunderassen ein großes Beißpotential, aber sie seien nicht von Natur aus aggressiv. In der Prüfung zum Hundeführerschein erfolgt im ersten Teil eine theoretische Unterweisung. Im praktischen Teil wird unter anderem eine Unbefangenheitsprobe durchgeführt sowie der Gehorsam geprüft. Führen darf den Hund im Anschluss nur der, der einen Führerschein besitzt. Das bedeutet für Ehepaare, dass beide den Führerschein erwerben müssen.

Stefanie Rödiger

Hintergrund:
• Ab September müssen die Halter bestimmter Rassen einen Hundeführerschein nachweisen
• Die Prüfung zum Hundeführerschein kann nur ein vom Landesverwaltungsamt in Weimar berufener Sachverständiger abnehmen • Im Bundesland Thüringen gibt es insgesamt 23 Sachverständige
• Zuständig für den Eichsfeldkreis ist Hans-Joachim Büttner aus Vollenborn
• Er ist zu erreichen unter À 0172/3596704 sowie 036076/53491
• Der Erwerb des Hundeführerscheins dauert etwa zwei Tage • Die Prüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil
• Unter anderem wird das Wesen sowie der Gehorsam des Hundes unter Beweis gestellt

Autor:

Lokalredaktion Eichsfeld aus Heiligenstadt

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