Ende April darf nochmal verbrannt werden

Landratsamt genehmigt ausnahmsweise eine zusätzliche Verbrennungswoche

Eisenberg. Ende April darf noch einmal eine Woche lang Baum- und Strauchschnitt verbrannt werden im Saale-Holzland-Kreis. Das Landratsamt hat dafür den Zeitraum von Sonnabend, dem 20. April, bis Sonnabend, dem 27. April festgelegt und wird eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Zu beachten ist allerdings: Für Bad Klosterlausnitz als Heilbad gilt weiterhin ein Verbrennungsverbot; der Sonntag ist fürs Verbrennen im gesamten Landkreis tabu.

Grund für die zusätzliche Verbrennungswoche ist, dass auf Grund der winterlichen Witterung ein Abbrennen im eigentlichen Zeitraum im März kaum möglich war. Deshalb hat sich die untere Abfallbehörde entschlossen, einen erneuten Verbrennungszeitraum festzulegen – jedoch als absolute Ausnahme. Wie es in Zukunft weitergeht, ob die Verbrennungszeiträume vielleicht gänzlich abgeschafft werden, ist noch völlig offen. „Für die kommenden Jahre sind wir im Landratsamt bemüht, gemeinsam mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb und der Bioenergieregion ein bürger- und umweltfreundliches Angebot für die Verwertung von Baum- und Strauchschnitt zu finden“, erklärt dazu Elke Scholz vom Umweltamt.

Für das Verbrennen gilt auch Ende April, dass nur trockener, unbelasteter Baum- und Strauchschnitt im Feuer landen darf, der auf nicht gewerblich genutzten Grundstücken angefallen ist. Der Gehölzschnitt muss so trocken sein, dass er unter möglichst geringer Rauchentwicklung verbrennt. Die Feuer dürfen nur von 9 bis 19 Uhr brennen und müssen beaufsichtigt werden – es dürfen keine Gefahren durch Funkenflug oder Rauch entstehen, und die Nachbarschaft darf nicht erheblich belästigt werden. Folgende Mindestabstände sind einzuhalten: fünf Meter zur Grundstücksgrenze, 50 Meter zu öffentlichen Straßen, 100 Meter zu Wald.

Das Landratsamt weist außerdem darauf hin, dass zum Anzünden oder zur Unterstützung des Feuers keine Mineralölprodukte oder brennbare Flüssigkeiten benutzt werden dürfen. Ebenfalls tabu: das Verbrennen von häuslichen Abfällen, Reifen, mit Schutzmitteln behandelter Hölzer und von Grasschnitt. Die Verbrennungsstellen sind zu beaufsichtigen, bis die Flammen und Glut erloschen sind, und sie müssen nachkontrolliert werden. Und bitte auch an die Igel denken: Um die Gefährdung untergeschlüpfter Tiere (auch Amphibien u. a.) zu vermeiden, soll der Gehölzschnitt vor der Verbrennung unbedingt umgeschichtet werden.
(Claudia Bioly)

Autor:

Lokalredaktion Holzlandbote aus Hermsdorf

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