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Hunde
Dorax arbeitet beim Thüringer Zoll: Meiner feinen Nase entgeht keine Droge

Ich bin Dorax und arbeite beim Zoll.
Ich bin Dorax und arbeite beim Zoll. (Foto: Jana Scheiding)
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Gestatten, mein Name ist Dorax, ich bin ein holländischer Schäferhund und habe Silvester 2011 das Licht der Welt erblickt. Weil ich bei der Zollbehörde arbeite, bin ich Beamter – also eine gute Partie für alle hübschen Hundemädchen.  
Mein Job ist sehr aufregend: An der deutsch-tschechischen Grenze spüre ich Drogen auf. Crystal Meth und Marihuana sind in der Szene derzeit die Nummer Eins. Auch die Autobahnen 4 und 9 gehören zu meinem Einsatzgebiet.
Im Dienst nehmen mein zweibeiniger Kollege und ich sogenannte verdachtsunabhängige Kontrollen vor. Kommt uns eine Fracht merkwürdig vor, hängt alles von mir ab. Nasenarbeit ist äußerst anstrengend: Bei der Schnüffelatmung atme ich 300 mal ein und nur einmal aus. Da geht der Puls schnell mal auf 200. Länger als zehn Minuten halte ich das nicht durch. Als Schutz- und Rauschgiftspürhund bin ich auf alle gängigen Drogen spezialisiert. Wenn ich welche finde, zeige ich das passiv an. Das bedeutet, ich bleibe am Fundort sitzen und fixiere den Fund. Für Zigaretten und Geld bin ich nicht zuständig - die Fachgebiete werden wegen der unterschiedlichen rechtlichen Konsequenzen nicht vermischt. Und Sprengstoff ist Sache der Polizei.
Nachts sind meine Sinne besser geschärft als am Tag, meint mein Trainer Michael. Mit ihm arbeite ich oft und gern zusammen. Wenn ich ihn sehe, weiß ich, dass gleich was geht und fange vor Aufregung an zittern.
Ich darf diese Arbeit machen, so lange ich gesund bin. Der älteste Diensthund beim Zoll war 14 Jahre alt. 

Für seinen Job muss ein Hund unheimlich verspielt sein

Privat lebe ich in einem schönen Haus bei meinem zweibeinigen Kollegen. Im Laufe der Jahre sind wir uns ziemlich ans Herz gewachsen. Auch mit seiner Familie verstehe ich mich bestens. Zum Geburtstag gehe ich nicht leer aus - ein paar Schweineohren sind mindestens für mich drin. 
Wenn ein Hund mit einem wichtigen Job betraut werden will, muss er unheimlich verspielt sein und für seine Belohnung durchs Feuer gehen. Auch eine gute Auffassungsgabe ist wichtig, um zur Ausbildung zugelassen zu werden.
Beim Zoll werden Schäferhunde, Rottweiler und Riesenschnauzer als Schutz- und Spürhunde eingesetzt. 
Wie man mich beschreiben könnte? Ich bin sensibel, verspielt, sehr ausgeglichen, sozial, ich mag Kinder und gehe nach Feierabend gern spazieren. Natürlich hab ich auch eine kleine Schwäche: Wenn ich einer hübschen Hündin nachschaue, laufe ich schon mal gegen eine Mülltonne. Aua.

Weitere Hunde mit tollen und wichtigen Jobs finden Sie hier: 
https://www.meinanzeiger.de/tag/dogswithjobs

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