18.Tröbnitzer Flurzug am Pfingstmontag ging zu den Pfarrquellen

Teilnehmer des 18.Tröbnitzer Flurzuges am Ausgangspunkt der Wanderung
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Tröbnitz. Der 18.Flurzug rund um die Tröbnitzer Flur ist eigentlich eher als Heimatwanderung zu bezeichnen, erzählt Hilmar Emmermacher, der sich in diesem Jahr ganz vorn an den Karren spannte und für allerlei wissenswertes während der Flurbegehung sorgte.

„Wir können den Teilnehmern nicht zumuten, über Stock und Stein zu stolpern, um exakt entlang der Flurgrenze gehen zu können. Insbesondere mit Blick auf den Altersquerschnitt der Wanderfreunde. Es sind zumeist die etwas älteren Einwohner von Tröbnitz und Umgebung, die mit uns auf Wanderschaft gehen.“

Mit uns, damit meinte er den Heimat- und Museumsverein Tröbnitz und Umgebung, der diesen Flurzug organisierte.
„Obwohl der Verein erst sein 2003 als solcher eingetragen ist, sind es auch in den Jahren davor dieselben Leute gewesen, die sich um solche Sachen bemühen“, so Emmermacher.

„In diesem Jahr geht es uns um die Pfarrquellen, die wir in Augenschein nehmen wollen. Des weiteren kommen wir auch noch zu einem Drei-Dörfer-Eck (Waltersdorf, Meusebach, Geisenhain) - welches in 150 Meter Entfernung die Gemarkung eines vierten Dorfes (Tröbnitz) beinhaltet“ berichtet er am Ausgangspunkt. Und kann sogleich einiges geschichtliches hierüber berichten. So entnahm er seinen Notizen, dass im Jahr 1740 durch Pfarrer Nicolas Beck veranlasst wurde, eine 576 Meter lange Holzröhrenleitung von den Pfarrquellen bis zum Pfarrhof in Auftrag gegeben wurde. Die Baukosten betrugen 21 Taler und 1 Groschen. Bis zum Jahr 1886 wurde die Holzleitung genutzt, ehe sie durch Eisenrohre ersetzt wurde. Auch im Pfarrhof finden sich noch Fragmente der damaligen Wasserversorgung. Er berichtet unter anderem, dass vor gar nicht all zu langer Zeit der Brunnen frei gelegt wurde.

Doch es gab unterwegs noch vieles andere zu berichten. Unter anderem, dass erst ca. 55 Prozent der alten Grenzsteine rund um Tröbnitz gefunden wurden.

Direkt an der Kreuzung Radweg /Ermstal hielt Pastorin Andrea Hertel einen Waldgottesdienst ab - womit dem kirchlichen Feiertag Rechnung getragen wurde. Eine Abordnung der Tröbnitzer Musikanten sich kurzfristig zur musikalischen Umrahmung des Gottesdienstes zusammen, probte hierzu nochmals kurz, während sich die gut vierzig Teilnehmer des Flurzuges auf die Strecke begaben.

Im Pfarrhof, der Endstation, gab es nach rund sechs Kilometer Fussmarsch Roster und frisch gebackenes aus dem Lehmbackofen.

Autor:

Veit Höntsch aus Hermsdorf

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