Großbockedra fiebert der 15. Aufführung des Theater in Bockedra (TIB) entgegen
Am 7. und 8. September ist das Stück "Heimkehr nach Bockedra" zu sehen

Probenszene aus dem Stück "Heimkehr nach Bockedra"
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  • Probenszene aus dem Stück "Heimkehr nach Bockedra"
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Nur noch wenige Tage, dann öffnet sich der im Bockerschen Festzelt der Vorhang zum 15. Theaterstück des TIB. Das TIB ist inzwischen eine feste Institution in Großbockedra, kennzeichnet die Kulturlandschaft im Kreis wie kaum ein weiteres Ensemble. Dass hinter einer solchen Theateraufführung nicht einfach nur die Darsteller stehen, sondern unzählige Stunden an Probenarbeit sowie viel Arbeit hinter den Kulissen. "Im Schnitt sind es 15 Proben für die Laiendarsteller. Hoch gerechnet mit dem Lernen der Texte und weiteren Arbeiten rund um das Theater kommen pro Kopf gut 80 Stunden zusammen" rechnet der Intendant Edgar Seim auf. Er steht übrigens seit dem ersten Theaterstück für die Gesamtleitung des Theaters an vorderster Front und arbeitet derzeit Gabi Gördel in dieses Amt ein. "Da alles was hier gemacht wird, auf Freiwilligkeit und Ehrenamt beruht, ist das Ergebnis um so höher einzustufen. Das zieht sich durch die breite Palette der Aktivitäten rund um das Theater, vom Kulissenbau, über das Beschaffen von weiteren Requisiten bis zum Gang zum Kostümverleih. Wir haben zwar viele Kostüme, erhalten auch immer wieder einige neue hinzu, doch bestimmte Kostüme müssen wir auch jetzt nach 15 Jahren noch ausleihen" sagt Edgar Seim. Noch gar nicht mit eingerechnet hat er hierbei die Zeit, die Autor Ehrenfried Ehrhard zum Schreiben des Stückes aufwendet. Selbst an dieser Stelle sind immer wieder Recherchen nötig, um ein authentisches Stück entstehen zu lassen. Besonders mit Blick auf das diesjährige Stück "Heimkehr nach Bockedra", welches zu Recht den Begriff "echtes Historienspiel" trägt, wie der Autor erläutert. "Das Stück zeigt, was sich tatsächlich zu jener Zeit abgespielt hat, beruht auf wahren Tatsachen. So wollte der Lehrer, welcher im Stück auftritt, wirklich auf dem Sandhügel begraben werden. Wie sich das Leben in Großbockedra mit Beginn des ersten Weltkrieges änderte, als 25 Männer mit einem Mal eingezogen worden, später weitere Männer in den Krieg zogen, sich letztlich alle mit der neuen Situation neu arrangieren mussten, ist in den Stück zu sehen. Kamen die Männer wieder heim, waren viele verletzt oder traumatisiert, hatten zu Hause die Frauen das Regime übernommen. Das war für alle Beteiligten eine extreme Veränderung" beschreibt Ehrenfried Ehrhard in groben Zügen die Handlung. Selbst der Einsatz von Kriegsgefangenen als Ersatz für die fehlenden Arbeitskräfte kommt zur Sprache. Daher ist der Satz, den ein Heimkehrer am Ende des Stückes tätigt, prägend. Nicht nur für Großbockedra, sondern für alle Orte, aus denen auch nur ein Mann in den Krieg geschickt wurde. "Was vier Jahre Krieg ausmachen, ich kenne euch nicht mehr wieder" sagt Peter Reich in seinem Part und trifft damit den Nagel auf den Kopf.
Das Stück "Heimkehr nach Bockedra" bezieht sich auf den aktuellen Anlass - 100 Jahre Ende des 1.Weltkrieges und ist am 7. und 8.September in Großbockedra im Festzelt zu sehen. Am Freitag Abend findet die Vorstellung um 19.00 Uhr und am Sonnabend um 16.30 Uhr statt.
In bewährter Weise nimmt Roberto Geisenhainer unter Telefon (0171) 368 13 21 Bestellungen entgegen. Der Vorverkauf für jedermann findet am 28. August von 19.00 bis 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus statt.

Autor:

Veit Höntsch aus Hermsdorf

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