Elftes Theaterstück von Ehrenfried Ehrhardt "Eine unmögliche Liebe in Bockedra" wurde am Freitagabend vor knapp 300 begeisterten Zuschauern uraufgeführt

Gespräch in der Stube des Bauern über die Zukunft .
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  • Gespräch in der Stube des Bauern über die Zukunft .
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Auch das elfte Theaterstück aus der Feder von Ehrenfried Ehrhardt fand großen Anklang. Bereits die große Nachfrage nach Karten zeigte den Laienschauspielern um Autor und Regisseur das ungebrochene Interesse.
So verwunderte es nicht, dass sich das Festzelt abermals bis auf den letzten Platz gefüllt zeigte, als sich der Vorhang zum ersten Akt öffnete.

In diesem Stück aus dem 19.Jahrhundert zeigte der Autor Probleme vergangener Zeiten auf, die auch heute noch von Bedeutung sind: das die jungen Leute eben auch heute noch für die Versorgung und Pflege der Alten zuständig sind. Aber auch die Tatsache, dass immer wieder Zwangsheiraten (heute in Europa nicht mehr, aber in „unterentwickelten“ Staaten oftmals noch üblich) vorkommen. Damals, um das Fortbestehen eines Hofes und damit das Überleben einer ganzen Familie, zu sichern. Oder auch, um den Stand der Familie in der Gesellschaft zu halten. Heute mögen manches mal andere Gründe eine Rolle spielen.

Doch viele Parallelen fanden sich wieder.

So auch, dass selbst Familienmitgliedern nicht zu trauen ist. Oder, dass die Liebe Berge versetzen kann – oder manche zum Umdenken bewegt.
Letztlich siegt einmal mehr die Liebe und die Vernunft – was die Zuschauer einmal mehr begeisterte.

Mit Sprüchen wie „das war schon immer so, das ist so und das wird auch immer so bleiben“ zog Ehrenfried Ehrhardt das Publikum schnell auf seine Seite. Selbst das Hörgerät des, immer wieder unterschätzten, Großvaters spielte in dem Stück eine große Rolle. Und es brachte letztlich auch die lang ersehnte Wendung herbei.
Bauer Heinrich Poser alias Bernhard Häßner spielte dabei erneut eine phänomenale Rolle, die in Mimik und Gestik ausgefeilt erschien. Lothar Hendreich als Großvater hatte zwar nicht viel zu sagen, doch seine Bewegungen kamen täuschend echt rüber. Madlen Reich in ihrer Rolle als Tochter des Hauses – die möglichst gewinnbringend verheiratet werden sollte – rührte zu Tränen. Besonders ihre Mutter (Gabi Gördel) und deren Mutter (Sigrun Fickler) zeigten Größe und Theatererfahrung, gingen voll in ihrer Rolle auf. In den weiteren Rollen verwirklichten unter anderem Jörg Thiele, Dirk Giensch, Peter Reich das Ansinnen des Autors. Schon bald wird das komplette Stück auf einer DVD erhältlich sein. Anfragen dazu sind an den Bockerschen Heimatverein zu stellen.

Autor:

Veit Höntsch aus Hermsdorf

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