Phönix aus der Asche
Gold(Silber)schmieden ein Wochenendkurs

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Wenn ein neues Programm der Volkshochschule rauskommt, suche ich eigentlich immer nach interessanten Veranstaltungen die ich auch besuchen könnte.
Nun wurde ein "Goldschmiedekurs" an einem Sonnabend (acht Stunden) angeboten. Das fand ich sehr interessant, da ich schon seit meiner Ausbildung her mit "kleinen" Sachen umgehen konnte. Also nichts wie hin, sagte ich mir und meldete mich zu dem Kurs an. Gestern (9. 6. 18) war es nun so weit.
Natürlich hatte ich mir im Vorfeld schon ein paar Sachen überlegt, die ich machen (schmieden?) könnte. So richtige Vorstellungen von dem was werden soll hatte ich noch nicht - so wollte ich mich dann operativ entscheiden.
Die Dozentin hatte sich Verstärkung mitgebracht - das ganze Werkzeug und die Gasflasche zum Löten hätte sie nicht alleine stemmen können. Das Foto "Die Werkbank" zeigt ganz gut die Arbeitsplätze für sieben Wissbegierige, die sich mit der Goldschmiedekunst anfreunden wollten.
Was bei mir in der Lehre ein halbes Jahr "das Feilen" war, ist beim der Goldschmiedelehre ein halbes Jahr "das Sägen". Silber(Gold)bleche in verschiedenen Stärken wollen bearbeitet werden und so hat (was weis ich wer) vor den Erfolg erst einmal den Schweiß gesetzt.
Als "Objekt der Begierde" hatte ich mich mittlerweile für einen Ring mit einem "Phönix" entschieden. Beim Übertragen der Vorlage auf das Silberblech ist, wie ich hinterher feststellen musste, das ganze ein wenig zu groß geraten - was nun aber nicht unbedingt einen Beinbruch darstellt. Der ausgesägte Phönix wurde dann auf eine Unterlage gelötet um dem Ganzen mehr Stabilität und Plastizität zu verleihen. Natürlich musste die Unterlage mit dem aufgelötetem Phönix auch wieder (einfach nur rund) ausgesägt werden. Gesägt wurde übrigens mit einer Art Laubsäge, wie sie eigentlich jeder kennt, die jedoch nicht so einen langen Bogen hatte und insgesamt einen deutlich wertigeren Eindruck machte.
Und dann war wieder Sägen angesagt, es fehlte ja noch der eigentliche Ring, die "Ringschiene". Auch hier wurde wieder ein Streifen in der gewünsten Breite ausgesägt, der dann rund zu einem Ring gebogen und zusammen gelötet wurde.
Noch zwischendurch ein paar Arbeiten anderer Kursteilnehmer.
Nachdem nun die Ringschiene auf die Unterlage gelötet war, waren dann noch ein paar Feinarbeiten wie Grate beseitigen, polieren usw. erforderlich.
Durch Aufbringen einer künstlichen Patina (schwärzen) wurde der plastische Effekt deutlich hervorgehoben.
Der Ring war nun kein Meisterstück (sollte es auch gar nicht sein) aber man hat sein Wissen erweitert, es hat Spaß gemacht, man hat sich mit den 'Dozenten' gut verstanden und "last not least" das nächste Mal würde ich gerne wieder mitmachen.
Danke auch noch mal an die Betreuer der "Schmuckschmiede Herrmann" aus Königsee.

Autor:

Eberhard :Dürselen aus Weimar

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