Theater in Bockedra
Mit dem 15. Theaterstück "Heimkehr nach Bockedra" setzen die Bockerschen die Theatertradition erfolgreich fort

"Heimkehr nach Bockedra" heißt das 15.Stück des Theater in Bockedra, welches die Folgen des ersten Weltkrieges für die Befölkerung nachzeichnet.
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  • "Heimkehr nach Bockedra" heißt das 15.Stück des Theater in Bockedra, welches die Folgen des ersten Weltkrieges für die Befölkerung nachzeichnet.
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Mit dem 15. Theaterstück "Heimkehr nach Bockedra" welches die Mitglieder des Theaterensemble TIB am 7.September erstmalig aufführten, begeisterten die Laiendarsteller das Publikum erneut. Zugleich setzten sie damit einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte Bockedras.
Nicht nur, dass Autor Ehrenfried Ehrhardt einen sehr wichtigen Abschnitt der Zeitgeschichte aufgreift, er veranschaulicht auch den Umbruch in der Gesellschaft, welcher durch den 1.Weltkrieg eintrat.
Ähnlich wie in Bockedra mussten sich überall im Lande die Frauen etablieren, nahmen die Zügel in die Hand und erledigten die Arbeiten ihrer Männer, welche in den Krieg zogen. Zu Kriegsbeginn geschah dies übrigens noch zumeist freiwillig und in der Hoffnung, Weihnachten wieder zu Hause zu sein ...

Um die Beschreibung des Stückes abzukürzen, folgt hier die Ausführung, welche auf dem offiziellen Flyer zu lesen ist:
"Im Rahmen seiner Tage beim Großbockedraer Erntefest 2018 präsentiert das TheaterBockedra das Historienspiel 'Heimkehr nach Bockedra' von Ehrenfried Ehrhardt, das in die Zeit vor 100 Jahren zurückführt. Damals ging der bis dahin größte Krieg der Weltgeschichte zu Ende - der 1. Weltkrieg. Wie im ganzen deutschen Reich waren 1914 auch die einberufenen Bockedraer mit Siegeszuversicht und der Gewissheit eines kurzen Krieges ausgezogen. Zurück blieben die Frauen, Kinder, alte Menschen sowie kriegsuntaugliche Männer. Sie mussten von heute auf morgen die Bauernhöfe in den Dörfern allein bewirtschaften mit all den auftauchenden Schwierigkeiten, Problemfeldern und Hindernissen, die der unerwartet lange Kriegsverlauf mit sich brachte. Erst 1918, volle vier Jahre nach Kriegsbeginn, gab es für die überlebenden Kriegsteilnehmer eine Heimkehr. Unser Spiel thematisiert in gewohnt spannender und unterhaltsamer Weise einen oft zu Unrecht vergessenen Teil dramatischer Dorfgeschichte in schwerer Zeit"

All jene Konflikte, welche das Leben zwischen 1914 und 1918 hervor brachte, veränderten auch den Lauf der Geschichte - wenn auch in manchen Zügen nicht genug.
Parallelen zur damaligen Zeit zeigten sich im Stück wie auch im Umfeld.

Veränderungen zeichneten sich ab.

So löste Emma Grieser als neues, ganz junges Glockenmädchen Annika Wüst ab, die in den zurückliegenden Jahren diesen Part übernahm. Doch sie verschwindet nicht aus dem TIB, sondern agiert in einer tragenden Rolle als Bauersfrau Berta, die ihren Mann in den Kriegszeiten vertreten muss. Bauersfrau Anna, gespielt von Sigrun (ehemals) Fickler hat in der Realität, nach gefühlten 25 Jahren des Zusammenlebens mit Dirk Giensch, diesen erst vor kurzem (endlich) geheiratet. Sie heißt nun Fickler-Giensch. Sie ist übrigens seit dem ersten Theaterstück, ebenso wie Ehemann Dirk, in das Ensemble integriert. Mehr Gastdarsteller (aus anderen Orten) als in den zurückliegenden Jahren fanden in diesem Jahr den Weg auf die Bühne des TIB. Ronny Gundermann, Nicole Gundermann, Theresa Hudl, Marcus Bödeund Eric Walther (alle drei waren bereits im Vorjahr dabei)  standen in diesem Jahr neben den bekannten Bockerschen Bernhard Häßner, Gabi Gördel, Peter Reich, Lothar Hendreich und Gunter Schmidt auf der Bühne. Wie bereits im Vorjahr agierte Sybille Einecke am Bühnenrand als Souffleuse. Nicht weg zu denken sind natürlich Edgar Seim und Ehrenfried Ehrhardt sowie Ines Miska und die vielen Helfer im Hintergrund des Geschehens.
Gekonnt baute der Autor abermals Lacher in das eigentlich ernste Stück, spiegelt die von Edgar Seim recherchierten Begebenheiten in mahnender Weise wieder.
Eine DVD vom diesjährigen Stück wird es übrigens auch wieder geben, was gleichfalls der Tradition des Theaters entspricht. Interessenten wenden sich dazu bitte an den Bockerschen Heimatverein bzw. an Giesela Ehrhardt direkt.

Autor:

Veit Höntsch aus Hermsdorf

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