Vertrauliches aus Bockedraer Familien
Theater in Bockedra lud zum 14. mal zu den Theatertagen ein

BHV-Vorsitzender Edgar Seim begrüßt die Zuschauer und sagt einige einleitende Worte.
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  • BHV-Vorsitzender Edgar Seim begrüßt die Zuschauer und sagt einige einleitende Worte.
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"Vertrauliches aus BockedraerFamilien" erfuhren die Besucher des Theater in Bockedra (TIB) während des
Erntefest-Wochenendes zu den beiden Aufführungen des TIB.
In der nunmehr1.Auflage des Theater von Bockerschen für Bockerschen und über Bockersche,
geschrieben von einem Bockerschen, sollten bei den Alten die Erinnerungen an
früher wach gerufen werden. Gleichzeitig sollten die jungen (Besucher)
erfahren, wie es sich früher tatsächlich einmal zugetragen haben könnte.
Besonders die Konstellation - reiche Bauerntochter verliebt sich in armen
Bauern sowie in einer völlig gegensätzlichen Familie sucht sich ein armer
Bauerssohn eine deutlich wohlhabendere Frau - barg zu jener Zeit reichlich
Konfliktstoff. Aus dieser Sicht ist die Geschichte gar nicht so abwegig. Autor
Ehrenfried Ehrhardt führt den Theaterbesuchern die pikante Situation recht
deutlich vor Augen. So steht der Streit zwischen Bauersfrau Anna Serfling (Jana
Buder) und der Schwiegertochter Juliane Voigt (Annika Wüst) ebenso kurz vor der
Eskalation, wie in der anderen Familie die hitzige Debatte zwischen Bauer
Berthold Eisner (Bernhard Häßner) und seinem Schwiegersohn Norbert Kühne (Dirk
Giensch). Natürlich dürfen solche Dinge nicht in die Öffentlichkeit getragen
werden, sollen Familienintern geklärt werden. Was letztlich auch, wenngleich
nur mit viel Mühe, gelingt. Dass sich dabei die zugezogenen jungen Leute ein
wenig Halt geben, lässt ein Happy End erahnen. Doch dieses wird dem Publikum
(leider) vorenthalten. Dennoch brillieren einmal mehr die Routiniers, welche
eigentlich allesamt Laiendarsteller sind, wie Peter Reich, Sigrun Fickler, Gabi
Gördel oder Lothar Hendreich einmal mehr in ihren Paraderollen. Hier hat der
Autor die Rollen direkt auf den Leib geschneidert. Zur Premiere des Stückes
waren die Mühen der Proben vergessen, die Wirren um gutes oder altes
aufzutafelndes Geschirr verdrängt. Neu-Souffleuse Sybille Einecke hatte wohl
den ruhigsten Job während der gesamten Aufführung, da die Darsteller mit dem
Überstreifen der Kostüme offensichtlich tatsächlich mit der Rolle verwachsen
schienen und keine offensichtlichen Texthänger an den Tag legten.   
Dass sich hinter den Kulissen ein kleiner Generationswechselvollzog, davon bemerkten die Zuschauer nichts. Professor Edgar Seim, der
bislang die Gesamtleitung des Theaters inne hielt, führt bereits seit einiger
Zeit Gabi Gördel in sein Amt ein. In welchem Umfang diese Tätigkeit zu
bewältigen ist, was alles damit zusammenhängt, überraschte sie letztlich ein
wenig. Dennoch ist sie bemüht, das neue Amt mindestens ebenso gut weiter zu
führen, wie Edgar Seim. Trotz oder gerade wegen ihrer Bühnenrolle.
Somitist bereits jetzt die Spannung für die 15. Aufführung des Theater in Bockedra
im Jahr 2018 gegeben.

Autor:

Veit Höntsch aus Hermsdorf

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