Freiwillige Feuerwehr von Lippersdorf-Erdmannsdorf feiert 90-jähriges Jubiläum mit Schauvorführungen

Ölbrand-Flamme.
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Ein gewaltiger Feuerball bildet sich auf einer kleinen Kreuzung in Lippersdorf, verbreitet gleichzeitig enorme Hitze. „Das ist die Folge, wenn ein Fett- oder Ölbrand mit Wasser gelöscht wird“ erläutert Erhardt Oswald als Moderator der Vorführung.
Zuvor zeigten die Kameraden bereits, dass auch ein Löschversuch mit einer Decke nicht unbedingt von Erfolg gekrönt sein muss. Der Feuerball ist verflogen, das Gestell zur Simulation verräumt.

Es folgt ein schrottreifer Wagen, der auf die Kreuzung geschoben wird. „Hier wollen wir Euch zeigen, wie die Rettung und Bergung eines Verletzten aus einem verunfallten Fahrzeuges vonstatten geht“ erläutert Oswald. Vom Absetzen des Notrufes bis zum Eintreffen der Rettungskräfte, jedes Detail benennt er. Auch, um jedem Anwesenden zu verdeutlichen, welche Fragen im Fall eines Notrufes beantwortet werden müssen. Die Rettungskräfte befreien in gemeinsamer Arbeit die vermeintlich verletzte und eingeklemmte Person aus dem Fahrzeug durch das völlige zerlegen des Autos. Hierbei kann Erhardt Oswald mit zahlreichen technischen Details zu Schere und Spreizer aufwarten.

Hintergrund der Feuerwehrvorführungen ist das 90-jährige Jubiläum der Feuerwehr von Lippersdorf/Erdmannsdorf/Karlsdorf.

Bereits am späten Sonnabendvormittag begann das Fest mit einem Festakt an der Loge, wobei auch Landrat Andreas Heller sowie MdL Wolfgang Fiedler (beide CDU) einige Grußworte an die Kameraden richteten, die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren würdigten.

Auf der Nebenstraße, welche zur Actionmeile umfunktioniert war, stellten die Wehren von Stadtroda, Hermsdorf, Ottendorf, Weißbach, Rattelsdorf, Hellborn und Pillingsdorf ihre Technik vor. Dass von der befreundeten Wehr aus Stommeln (NRW) auch zahlreiche Kameraden den Feierlichkeiten beiwohnten, freute Ortsbrandmeister Matthias Kalbe besonders. Die Verbindung zu diesen Kameraden kam zustande, da seine Tochter dort in der FFW aktiv ist, berichtet er. Ihren Ausflug nach Thüringen nutzten die Gäste, um auch die Feuerwehrschule in Bad Köstritz zu besuchen.
Rechtzeitig zur den Vorführungen am Nachmittag waren sie aus Köstritz zurück, zeigten sich ebenso beeindruckt, wie auch die vielen Gäste aus den Tälern sowie die Kameraden der Gastwehren.

Mit einem Fackelumzug und anschließenden Tanzabend endete das Jubiläum der derzeit rund 20 Kameraden, die mit viel Elan das Fest vorbereiteten.

Autor:

Veit Höntsch aus Hermsdorf

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