Spatzen(t)raum am Waldesrand

Den Spatzenraum am Waldesrand, einen umgebauten Bauwagen, besuchte Landrat Andreas Heller am Freitagvormittag.
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Gemeinsam mit Landrat Andreas Heller machten sich am Freitagvormittag die Knirpse der Ottendorfer Kita „Tälerspatzen“ auf den Weg in ihren Bauwagen, wobei die Schüler und Lehrer der benachbarten Grundschule meinten, der Landrat wollte sich als Erzieher betätigen.

In den Bauwagen übrigens, der seit wenigen Tagen die zweite Heimat der Kinder ist und nunmehr Spatzentraum genannt wird.
Entsprechend des Konzeptes, viel im Wald und der Natur unterwegs zu sein, suchte Kita-Chefin Goltraud Nagel nach einer Möglichkeit, den „Wald-Tag“ etwas auszudehnen.
Immer Freitags ist „Wald-Tag, da wird bei jeden Wetter in den Wald gegangen, verrät Frau Nagel. „Doch warum soll immer schon Mittag Schluss sein, wenn Mittagessen und Mittagsruhe ansteht?“ fragte sie sich. Vor zwei Jahren kam ihr die rettende Idee: ein Bauwagen.
Auf der Suche danach wurde sie in nächster Nachbarschaft fündig. Auf dem Gelände der Agrargenossenschaft stand das Objekt der Wünsche. Nach kurzen Verhandlungen gehörte der Bauwagen den Tälerspatzen.

Aufwendige Umbau- und Restaurationsarbeiten folgten. „Diese waren aber nur dank vieler großzügiger Spenden und tatkräftiger Unterstützung vieler Eltern möglich“ berichtet Goltraud Nagel. Insgesamt flossen mehr als 2.600 Euro in das Projekt. Vom Fußboden bis zum Dach, von der Kindergerechten Treppe bis zum Anstrich erfolgten alle Arbeiten mit dem Blick auf die Sicherheit der zukünftigen Nutzer. Ein großer Tisch sowie zwei Bänke bieten genügend Platz für jeweils eine ganze Gruppe der Einrichtung. Inzwischen steht der Wagen als Unterschlupf bei schlechtem Wetter am Waldesrand. Dort können aber auch die Mittagsmahlzeiten eingenommen oder einfach nur Rucksäcke und persönliche Sachen abgelegt werden.

Andreas Heller fand die Idee toll, dass die Knirpse so viel Betätigung in der freien Natur finden, den Kindergartenalltag auf das bewusste Erleben der Umwelt auslegen. Vor rund zwei Jahren versprach er, einmal einen solchen Waldtag mit zu erleben. Jetzt hielt er Wort, zog ohne Krawatte, dafür in Wanderschuhen - sogar den Böllerwagen mit. Insgesamt werden derzeit 58 Kinder in drei altersgemischten Gruppen in der Ottendorfer Einrichtung betreut.

Autor:

Veit Höntsch aus Hermsdorf

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