Das Thüringer Essigkraut

Estragonessig
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Estragon, bot. Artemisia dracunculus, erlebt jetzt seine Saison zum Gurkeneinlegen.
Seine heilende Wirkung bei Rheuma, Gallen- und Nierenleiden, bei Magenschwäche wird oft unterschätzt. Der unverwechselbare Duft wird erzeugt von ätherischen Ölen, er hat noch Estragol, Jod, Flavonoide, Bitterstoffe und Gerbstoffe, Vitamine A und C, Mineralsalze u.a. mehr, aufzuweisen.
Je länger er an seinen Standort verweilt, um so mild aromatischer wird er.

Rezept zum Gurkeneinlegen mit Estragon

Ein von mir erprobtes Rezept, welches immer gut ankommt und für 10 Einmachgläser reicht:
5 Liter Wasser mit einem ganzen Stängel Estragon aufkochen.
6 Eßlöffel grobes Salz
4 - 5 Eßlöffel Zucker
300 ml 5 %igen Tafelessig
in das kochende Wasser zugeben, etwas ziehen lassen, dann den Estragon entnehmen. Der Sud muß unbedingt sehr kräftig schmecken.
Die Gläser mit
3 Eßlöffeln Senfkörner
ca. 6 Pfefferkörner
ca. 3 Pimentkörner
1/3 Blatt vom Lorbeer befüllen.
Die Gurken längs einmal durchschneiden, und senkrecht in das Glas stopfen.
Dillstücke, Stängel und Blüten dazwischen schieben.
3 Blätter von der Sauerkirsche als Abschluss hineingeben.
Dann wird der Sud aufgefüllt, die Gläser verschlossen und etwas längere Zeit eingekocht.
Auch ganze Bohnen können so eingeweckt werden.

Eine Anektode über Estragon

Vor einigen Jahren durfte ich mit dem Heimatverein aus Trusetal eine Reise unternehmen. Wir legten ein Zwischenstopp ein, und in der Nähe unseres Rastplatzes befand sich ein Kloster. Es war umgeben von einem großen Kräutergarten, dem ich als Thüringer Kräuterkönigin nicht wiederstehen konnte. Dort traf ich eine Bewohnerin, die gerade Kräuter für das Mittagessen sammelte. Argwöhnisch schaute sie mich an, ihr gefiel wohl nicht, daß ich so einfach in den Garten kam. Aber nein, sie pflückte ein Kraut, gab es mir zum anschauen und fragte, was es wohl für eines wäre. Es war eines meiner Lieblingskräuter, der Estragon und ich sagte das ihr. Sie war sehr erstaunt darüber und wir plauschten noch ein Weilchen. Ich denke noch immer daran, wenn ich meinen Estragon sehe.

Autor:

Irina Baumann aus Hermsdorf

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