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Minzen

Ährenminze
Ährenminze
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Pfefferminze - dieses Wort verführt einen schon zum Beschnuppern dieser Pflanze und zum Trinken eines Pfefferminztees.
Im Kräutergarten Trusetal habe ich oft beobachtet, wie sich die Besucher unwillkürlich vor diesen Minzen bückten, um den Duft einzuatmen.
Schon viele Jahre beschäftigt mich diese Pflanze, besonders die wilden Arten:

Poleiminze

Man trifft sie beim Pilzesuchen im Wald, auf feuchten, lichten und sauren Waldwegen. Ihr mildes Grün leuchtet hervor und verströhmt den typischen Pulegium - Duft. Das ist an Stelle von Menthol ihr Hauptinhaltsstoff. Deren wegen ist sie für den Normalverbrauch nicht zu empfehlen und nur für fachliche Heilanwendungen vorzuziehen.
Ihr Bestand sehe ich im Zuge der neuen Waldwege, die sich wie Autobahnen durch den Wald ziehen, als gefährdet.
Im Wald von Bobeck fand ich eine ihr ähnliche Minze, eine Tochter von ihr und der Wasserminze, die auf dem Naturschutzgebiet "Herrenteiche" wächst. Ich nannte sie "Bobecker Minze". Ihr Geschmack ist minzig lieblich. Nirgendwo sonst fand ich sie.

Ackerminze

Zum verwechseln ähnlich der Poleiminze ist die Ackerminze. Doch sie wächst buschiger und besitzt vollere Wirtelblüten. Ihr Geruch ist weitaus kräftiger, auch von Pulgium stammend. Sie ist die Mutter der Menta gentilis Arten.
Vor Jahren arbeitete ich in der Baumschule Bremsnitz. Die jungen Eichen auf riesigen Flächen rupften wir mit Hand vom umstehenden Pflanzen frei. Mitten in riesigen Beständen der Ackerminze; man war vor lauter Pulegiumgeruch fast ohnmächtig geworden. Bundsandstein sind die Böden, wo sie wächst. Dank dieser Baumschulen in Bremsnitz und Breitenhain kann diese Minze noch exestieren, auf den Feldern wird sie von Unkrautvernichtungsmitteln ausgerottet.

Mein Garten voller Minzen

Für den Winter, auch für den Frischverbrauch im Sommer, beherberge ich mehrere Sorten im Garten. Jede Minze hat so ihre Bedürfnisse an Boden, Licht und Wasser.

Pfälzer Minze

In Hagenau, im Saarland, war ich mit dem Kräuterverein Großbreitenbach, als Thüringer Olitätenkönigin, zu Besuch. Ich nahm meine Tontöpfe mit jungen selbstgezogenen Kräutern mit. Die Menschen dort sind sehr aufgeschlossen und liebevoll. Nicht nur, daß alle meine Töpfe heiß begehrt waren, besonders der Ysop, ich sollte bei vielen Einwohnern ihre kleinen Gärten inmitten der Stadt besuchen. Dann kam  ein Ehepaar auf mich zu, mit einem riesigen Busch Minze im Arm. Den schenkten sie mir und seit dem habe ich Pfälzer Minze im Garten.
Diese Minze ist der Hauptbestandteil meiner Tees.

Eines habe ich während meiner Reisen durch Deutschland als Olitätenkönigin erfahren:
Es gibt viele wunderbare Menschen, mehr als man denkt.

Meine Kräuterteemischung für den Winter

Gut die Hälfte der Menge, die ich benötige, besteht aus Minze, 2 - 3 Sorten.
Die andere Hälfte, davon zwei drittel sind Brennnesseln, wilde Himbeere,Melisse.
Der Rest besteht aus Schachtelhalm, Schafgarbe, Ringelblume, Taubnessel und verschiedene Malvenblüten (Die Strauchmalve M.sylveytris verfärbt den Tee dunkelgrün) etwas Holunder und Kamille.

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