Waldjugendspiele: Entdeckertour im Fichtendickicht

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„Wer kann mir sagen, wer oder was dem Wald Schaden zufügen kann?“, fragt der Förster in die Runde. „Feuer, Schädlinge, Baumkrankheiten“, kam es aus Kindermündern zurück. Richtig. Es gab dann noch viel Wissenswertes rund um den Schutz des Waldes zu erfahren, ehe es in Begleitung von Alexander Hopf, dem jungen Anwärter für den gehobenen Forstdienst, weiter zur nächsten Station ging.

Auf dem Weg dahin gab es noch so manche überraschende Entdeckung. „Guck mal – ein Mistkäfer! Ich hab einen winzigen Frosch. Der Grashalm ist cool – da ist was Weißes drin wie Schaumgummi…„
Ich hatte mich der Klasse 4 der Staatlichen Grundschule Milda angeschlossen, die mit ihrer sehr netten Klassenlehrerin Karin Schmidt als letztes Team bei den Jugendwaldspielen im Wald nahe der Rothehofsmühle startete. Und auch, wenn es zunächst nur bergan ging und alle ihre Beine spürten, machte es riesigen Spaß.
Das Wetter lud geradezu ein, den Wald mit seinen Pflanzen und Tieren mal so richtig unter die Lupe zu nehmen, zu erfahren, was die Förster und Jäger für Aufgaben erfüllen.
„Wer kann die Blätter den Stämmen richtig zuordnen?“ Sofort zückten die Mädchen und Jungen die Bestimmungsbücher, die sie am „Mann“ hatten und bestimmten die richtigen Baumarten.

Wieso, weshalb, warum – es gab auf alles eine Antwort. Kombiniert mit Wissensquiz und sportlichen Wettkämpfen an 12 Stationen kam das bei den insgesamt 270 Grundschülern aus acht Grundschulen des Saale-Holzland-Kreises gut an. Ob Zapfenweitwurf, Baumstammwetttragen, Pilze bestimmen, Tiere erraten, Schätzwettbewerb, Baumscheibenrutschen, Waldschutz, Fortsarbeit… - überall waren die Schüler mit Begeisterung dabei. Es durfte angefasst und ausprobiert werden.
„Unser Wandertag kann gar nicht besser ausgefüllt sein. Hier verbinden sich Heimat- und Sachkundeunterricht mit Sport, etwas Mathe... Das ist eine Supergeschichte und ich freue mich über meine Kinder, die toll mitmachen“, freut sich Karin Schmidt.

„Das ist doch genial – überall sieht man nur fröhliche Kindergesichter“, freut sich Marcus Barfod. „Die Kinder spielerisch für den Lebensraum Wald zu begeistern und zu sensibilisieren, dafür nehmen wir gern den zeitlichen, organisatorischen und personellen Aufwand in Kauf“, so der stellvertretende Forstamtsleiter. Immerhin waren 30 Mitarbeiter aus den Forstämtern Stadtroda und Jena auf den Beinen, um die Stationen vorzubereiten, zu besetzen und die Gruppen durch den Wald zu führen. Mit im Boot die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und erstmals die Forstbetriebsgesellschaft Leuchtenburg sowie Sponsoren.
„Dabei haben wir Wert darauf gelegt, dass es für die Schüler ein Tag ohne Leistungsdruck wird, denn diesmal gibt es zwar an den Stationen immer Punkte – aber am Ende keine Platzierungen. Es sind alle Gewinner, alle erhalten eine Urkunde, den Klassenpokal und kleine Präsente.

Autor:

Kerrin Viererbe aus Hermsdorf

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