Pferdesport und Zuchterfolge

Bei der Stutbucheintragung: "Leila" - das Fjordpferd aus Thiemendorf mit Besitzerin (re.) und Verbandsvorsitzender.
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Es ist auch für den Pferdelaien eine Augenweide, die Stuten bei der Vorführung zu beobachten. Die „gezähmten Wilden“, wunderschöne, stolze Tiere verschiedenster Rassen, von denen eine besondere Grazie ausgeht.

Wie am Freitag bei der traditionellen Stutbuch-Eintragung in der Pretzschwitzer Reithalle, wo es für die Besitzer der Tiere um viel mehr als nur bloßes Aussehen geht. Denn die Verantwortlichen des Pferdezuchtverbandes Sachsen-Thüringen aus Weimar haben ein strenges Auge, wenn es um die Beurteilung zur Zuchtzulassung der dreijährigen Pferde geht und um Noten zwischen 1 und 10.

20 Stuten der verschiedensten Rassen waren aus unserem Kreis, aus Gera/Altenburg und aus dem Harz gekommen und stellten sich der Jury. Shetlandponys, Reitponys, Haflinger und Sportpferde – nur Schwere Warmblüter fehlten dieses Mal. Nach der Vermessung und der Beurteilung des Körperbaus geht es an die Begutachtung drei Gangarten – Schritt, Trab, Galopp. Liegt der Durchschnitt der Teilnoten über 8, berechtigt dies zum Start bei überregionalen Schauen. Nach bestandener Leistungsprüfung erhalten diese Stuten den Titel „Staatsprämienstute“.

Die Besten unter ihnen werden Anfang Juli im Rahmen des 3. Geraer „Summer Meeting“ zum sächsisch-thüringischen Stuten-Championat an den Start gehen. Thomas Claus, der seit 20 Jahren mit zu den Organisatoren der Stutbucheintragung in der Reitanlage Pretschwitz gehört und natürlich selber züchtet, hatte diesmal keine eigene Stute am Start, dafür wirkte er in der Jury mit. Aber im nächsten Jahr ist wieder eine „Pretschwitzerin“ dabei – darauf freut er sich. Und auf die nächsten Höhepunkte Ende Mai in seinem Heimatort: der Fohlenschau am 27. Mai und am 28. Mai sind Pretschwitz und die Naturreitbahn in Dollschütz Austragungsort für ein Vielseitigkeitsturnier mit der Dressurprüfung am Vormittag, dem Springreiten am Mittag und der Geländeprüfung am Nachmittag.

An diesem Tag gibt es zudem ein botanisches Highlight an der Naturreitbahn: eine Sibirische Erle wird gepflanzt. Sie kommt aus dem Botanischen Garten in Jena und ihr „Baumpate“ ist Prof. Thieß vom Kreissportbund. Eine Tradition, die jährlich aufs Neue die Artenvielfalt rund um das Areal erweitern soll. Vielleicht ja sogar ein Tipp für Schulen und ihren Heimatkunde- oder Biologieunterricht.

Autor:

Kerrin Viererbe aus Hermsdorf

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