Stock-Car-Rennen in Pößneck lockte wieder zahlreiche Besucher an - aus der Staubschlacht wurde eine Schlammschlacht

Die Quads starten zum Freien Training auf der staubtrockenen Strecke. Schon hier zeigte sich die große Rennerfahrung einiger Fahrer.
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  • Die Quads starten zum Freien Training auf der staubtrockenen Strecke. Schon hier zeigte sich die große Rennerfahrung einiger Fahrer.
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Eine Staubwolke jagt die nächste, das Motorengeräusch der Fahrzeuge dröhnt über die Rennstrecke. Im Fahrerlager machen sich die Quads für ihr freies Training bereit.
„Das ist ein Trabant“ sagt Rene Schaubs, und zeigt auf ein mächtig getuntes Fahrzeug, welches sich eine Steigung hoch kämpft. „Ja, das ist gar nicht mehr als Trabbi zu erkennen, doch es ist einer“ und zeigt auf das nächste Fahrzeug „Mazda, 140 PS, …“ und zählt die technischen Details auf.

Der ehemalige aktive Rennfahrer erkennt die meisten Cars bereits am Klang, kennt eine Geschichte dazu.
Während das freie Training weiter läuft, erzählt Veranstalter-Chef Rene Schaubs freudestrahlend, dass ihn die großartige Resonanz doch überrascht hat. „Es ist schon jedes mal ein enormer Aufwand, das ganze zu organisieren, um so schöner ist es, gute Teilnehmer- und Besucherzahlen zu haben“. „Überall geht die Zahl der Teilnehmer, und damit auch die der Besucher, zurück. Bei uns ist aber die Zahl der Anmeldungen gestiegen.

Mit 70 Stock-Cars in fünf Klassen und 16 Quads sind die einzelnen Klassen bestens gefüllt. Er hat rund 30 Leute in seinem Team, die sich um die gesamte Absicherung rund um die Strecke kümmern. „Der Rennleiter (Danny Berndt) kommt dabei aus Meuselbach vom dortigen Motorsportclub, bringt seine Streckenposten gleich mit. Das ist eine Super-Zusammenarbeit mit ihm, wie auch mit allen anderen Helfern“ lobt Schaubs. Lediglich über die Tatsache, dass die zunächst geplante Simson-Klasse auf Grund zu geringer Teilnehmerzahl doch nicht an den Start geschickt werden konnte, ärgerte er sich etwas.

Schon das freie Training zeigte die Klasse einiger Fahrer auf. Doch hier testeten die Fahrer zunächst Strecke und Fahrzeug, schonten das Material noch etwas. So richtig ging die Post dann in den vier Vorläufen ab, in denen Punkte für die Startaufstellung im Hauptlauf gesammelt werden mussten. Zwischendurch fuhren die Bauern aus dem Orlatal über die Rennstrecke, um sie zu bewässern oder auch mal, um ein defektes Auto ab zu schleppen.

Neben dem Hauptlauf lockte aber zum Abschluss des Rennwochenendes auch die Hasenjagd, sorgte für immensen Spaß. Daran durften sich alle verbliebenen Fahrzeuge beteiligen. „Es geht darum, einen entsprechend präparierten Kleinbus zu jagen, von der Strecke zu drängen oder zumindest unfahrbar zu machen. „Das ist ein Riesenspaß, kann zwischen fünf und zwanzig Minuten dauern. Doch irgendwann wird der Hase (Kleinbus) dann doch erwischt“ schmunzelt Rene Schaubs. Hierfür gibt es übrigens einen riesengroßen Extra-Pokal.

Doch ehe überhaupt ein Fahrzeug auf die Strecke durfte, überprüfte die Rennleitung zahlreiche Details, wie Überrollbügel, Gurte oder Seitenaufprallschutz. Doch auch auf eine Staubleuchte legten die Verantwortlichen großen Wert. Nicht zuletzt ist ein Helm und Brille für die Fahrer obligatorisch. Eine Wahnsinns-Party am Sonnabend schweißte die Fahrer- und Mechaniker-Gemeinschaft nochmals zusammen, wie Schaubs berichtet.

Autor:

Veit Höntsch aus Hermsdorf

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