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Serie: Mein Museum
Bergbaumuseum mit Tiefgang am "Schwarzen Crux"

Sebastian Fischer ist Bergwerk- und Museumsführer am "Schwarzen Crux".
Sebastian Fischer ist Bergwerk- und Museumsführer am "Schwarzen Crux".
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Sebastian Fischer liebt die Welt Untertage und führt die Besucher am "Schwarzen Crux" bei Suhl/Vesser gerne durch das Bergbaumuseum und das Besucherbergwerk - das älteste Eisenerzbergwerk in Thüringen.

Was gibt‘s Musehenswertes?
Bereits beim Eintritt in das Museum wird das Gefühl vermittelt, sich unter Tage zu befinden – mit schmalen, dunklen Gängen, ganz ohne Tageslicht. Einzig im Schein von Lichtspots sind Ausrüstungen der Bergleute zu sehen, wie Geleucht (Lampen), Gezäh (Werkzeuge), Sprengmaterial, Lebensretter oder Meßinstrumente. In verschiedenen Vitrinen ist die Mineraliensammlung untergebracht. Sie zeigt auch außergewöhnlichen Stücke, wie fluoreszierende Materialien oder einen großen Würfelpyrit.

Woran führt kein Weg vorbei?
Nach dem kleinen Museum sollte unbedingt das nur wenige Meter entfernte Bergwerk „Schwarzer Crux“ besucht werden – das älteste, noch erhaltene Eisenerzbergwerk in Thüringen. Bei einer Führung in 36 Meter Tiefe werden Geologie, Erzführung und Abbautechniken erklärt sowie alte Förderstrecken gezeigt. Aufgrund der besonderen Akustik im Berg begleiten gregorianischen Klänge den Rundgang musikalisch.

Außer der Reihe:
Einmal im Monat wird zum Konzert „Klang im Schoß von Mutter Erde“ in das Bergwerk eingeladen. Jährlich im Mai findet rund um den „Schwarzen Crux“ das Bergmannsfest statt.

Museum zum Anfassen:
Hier gibt es Erdgeschichte zum Anfassen – im Museum sowie natürlich auch im Bergwerk.

Ihr liebstes Stück?
Das gesamte Bergwerk ist ein kleiner Schatz, der von vielen fleißigen Helfern wieder freigegraben und 2007 eröffnet werden konnte. Bis 1924 wurde das eisenhaltige Gestein abgebaut, bis 1979 alle Grubenanlagen bergmännisch verwahrt.

Sind auch Kinder ­museumsreif?
Um Kindern den Eisenerzbergbau begreifbar zu machen, wurde ein Kinderstollen in einer alten Tagebauhalde geschaffen. Dort kann mit dem Hammer gearbeitet und Steine abgeklopft werden. Dieses lassen sich dann in einer Schorre (Trog) nach draußen befördern. Eine erwachsene Aufsichtsperson muss immer dabei sein. Am letzten Freitag im Monat gibt es eine spezielle Kinderführung mit Überraschungen.
Museums-Rundgang:
Dieser ist mit und ohne Führung möglich. Das Besucherbergwerk kann nur mit einer 40-minütigen Führung besichtigt werden.

Das muss gesagt werden:
Das Gebiet um den „Schwarzen Crux“ ist der älteste geologische Punkt Deutschlands, entstanden vor rund 520 Millionen Jahren aus der Tiefsee.

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