Serie: Mein Museum
Hautnah lässt sich in der Ilmenauer Schlittenscheune die Entwicklung des Bob- und Rodelsports erleben

In früheren Zeiten trugen die Sportgeräte Namen, wie der „Lange Tom“ von 1904. Aus alten Dokumenten ist so ersichtlich, wo er zum Einsatz kam.
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  • In früheren Zeiten trugen die Sportgeräte Namen, wie der „Lange Tom“ von 1904. Aus alten Dokumenten ist so ersichtlich, wo er zum Einsatz kam.
  • hochgeladen von Ines Heyer

"Das einzige Museum zum Thema Bob- und Schlittensport in Deutschland, das mit so einer großen Bandbreite an Ausstellungsstücken aufwarten kann, befindet sich in Ilmenau", sagt Museumskurator Norbert Wagner. Er hat am Aufbau des Museums maßgeblich mitgewirkt.

Was gibt‘s Musehenswertes?
Das Museum gibt einen Überblick über die Entwicklung des Schlitten- und Bobsports in den letzten 100 Jahren. Aus jedem Jahrzehnt gibt es passende Exponate. Dazu zählen Schlitten und Bobs, Anzüge, Helme, Pokale oder ­Urkunden. Das Museum ist aus einer Privatsammlung hervorgegangen und wird vom Traditionsverein Schlitten und Bob Ilmenau e.V. betrieben.
Ilmenau hat eine ­lange ­Tradition im Bob- und Schlitten­sport, 1913 fand hier die 1. Deutsche Rodelmeisterschaft statt. Bis heute brachten ­sieben Ilmenauer Olympisches Gold mit nach Hause.

Ihr liebstes Stück?
Etwas ganz Besonderes ist der Fünfer-Bob „Langer Tom“. Er ist der älteste, in Deutschland noch erhaltene Bob – gebaut 1904 in Thüringen.

Museum zum Anfassen:
Auf und in vielen der Ausstellungsstücke ist es möglich, Platz zu nehmen, auch für ein Foto. Im Schlittensimulator – ein moderner Einsitzer, ausgestattet mit Sensoren – lassen sich verschiedene Profi-­Rodelbahnen in einem rasanten Tempo herunter­fahren.

Museums-Rundgang:

Die Besucher werden mit einer Führung durch das Museum geleitet. Je nach Interessenlage kann diese bis zu 60 Minuten dauern.

Sind auch Kinder ­museumsreif?

Es gibt auch eine kindgerechte Führung, natürlich mit Probe­sitzen. Schulklassen nutzen das Museum auch gerne für Projekttage.
Außer der Reihe:
In Zusammenarbeit mit dem Ilmenauer Rodelclub finden Veranstaltungen mit Ilmenauer Olympiateilnehmern sowie Sportlerehrungen im Museum statt. Der Verein beschilderte zusätzlich die historischen Sportstätten, wie die Lindenberg-Bobbahn oder die städtische Rodelbahn. Heute sind es Wanderwege.

Wie führt der Weg hierher?

Die Schlittenscheune ist zentral gelegen – zwischen Bahnhof und Eishalle – am Beginn des Ilm-Radweges.

Das muss gesagt werden:

Es ist das einzige Museum zum Thema Bob- und Schlittensport in Deutschland, das mit so einer großen Bandbreite an Ausstellungsstücken aufwarten kann. Demnächst ist eine Erweiterung geplant. Übrigens, der erfolgreichste deutsche Bobfahrer aller Zeiten, André Lange, kommt aus Ilmenau.

Hintergrund
Schlittenscheune
Langewiesener Str. 2a
(Innenhof)
98693 Ilmenau

Öffnungszeiten:
Samstag von 14 bis 16 Uhr und nach Terminabsprache sind jederzeit Führungen möglich

Kontakt:
01 77 / 590 43 51
E-Mail: info@schlittenscheune.de
www.schlittenscheune.de

Autor:

Ines Heyer aus Saalfeld

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