Oboe trifft Zebra - Für ihre außergewöhnlichen Konzerte brauchen zwei Dresdner Musiker die Kinoleinwand

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Wenn Friedbert Wissmann und sein Musikerkollege Andreas „Scotty“ Böttcher Konzerte geben, so ist nie eines wie das andere. In Fachkreisen nennt man das
Improvisation. Nun bieten Wissmann und Böttcher künstlerische Spontaneität nicht nur für die Ohren. Ihr Publikum ziehen sie gleichzeitig visuell in Bann. Friedbert Wissmann, Komponist von Ballett- und Filmmusiken, erklärt die Idee:
„Ich habe viel in Nationalparks gefilmt, die Bildfolgen zusammengeschnitten und
will an diesen Bildern Musik machen. Im Programmkino Dresden waren wir mit
unserem Programm schon ziemlich erfolgreich“.
Ins Kino wollen Wissmann und der virtuose Jazzkomponist Böttcher auch in Ilmenau. Am 29. September, 20 Uhr, werden sie in den Linden Lichtspielen mit Orgel, Synthesizer, Bassgitarre, Oboe oder Vibrafon improvisieren, während auf der Leinwand Zebras und Elefanten in ihrer natürlichen Umgebung erscheinen.
Die erste Szene zeigt Filmaufnahmen aus einem Kanadaer Nationalpark – mit
einer Fläche wenig größer als Sachsen. Vögel flattern durch die Lüfte, Zweige wiegen sich sanft im Wind, als plötzlich ein Braunbär die Idylle stört.
„Diese Dramatik muss sich auch in der Musik wiederfinden“, erklärt Komponist
Wissmann. „Drehort war übrigens einer von den kleineren Nationalparks. Normalerweise sind sie etwa so groß wie Dänemark.“
Andere Aufnahmen stammen aus dem regenwaldreichen Olympic Park oder dem
Yellowstone Nationalpark. Auch an seinem Lieblingsplatz hat Friedbert Wissmann
gefilmt: „Der Bryce Canyon ist bekannt als geistiger Ort der Indianer und etwas ganz Besonderes.“
Der Dresdener glaubt, dass sein Programm nur im Zusammenspiel funktioniert.
„Ich denke, allein der Musik wegen würden nicht sehr viele Menschen
unsere Konzerte besuchen. Aber die Symbiose zwischen Bild und Ton bewirkt ein ganz individuelles Kopfkino.“ Wissmann ist glücklich, dass viele Menschen seine Musik mit romantischer, klassischer, mittelalterlicher oder moderner
Ausrichtung als Bereicherung empfinden. Dazu die Bilder und lebensechte Geräusche wie Wasserfälle oder Tierstimmen. „Unsere Musik soll aufrühren“, wünscht sich der Komponist, „und die Besucher vielleicht dazu anregen, eine innere Balance zu finden."

Autor:

Jana Scheiding aus Arnstadt

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