Jobprofil: Wie ist das Leben als Physiklaborant, Herr Flock?

Mit der Dichtewaage bestimmt Dominik Flock, welche flüssigkeit sich im Reagenzglas befindet.
  • Mit der Dichtewaage bestimmt Dominik Flock, welche flüssigkeit sich im Reagenzglas befindet.
  • hochgeladen von Ines Heyer

"Physikalische Experimente machen mir viel Freude, ganz gleich ob es sich um Strom, Kräfte, Wärme, Licht oder Chemikalien handelt. Akribisch protokolliere ich die Ergebnisse" , sagt Dominik Flock, Auszubildender als Physiklaborant an der Technischen Universität Ilmenau. Mehr als 30 Experimente stehen während seiner praktischen Ausbildung auf dem Plan, unter anderem das Messen der Lichtgeschwindigkeit, Dampfdruck von Flüssigkeiten in Abhängigkeit von der Höhe, Dichte von Flüssigkeiten oder Magnetfelder von Spulen bestimmen, Parameter vom Mikroskop ausmessen und vieles mehr. Nach jeder Versuchsdurchführung werden die Arbeitsabläufe und die Ergebnisse dokumentiert und mathematisch begründet. "Ich lerne so die verschiedenen Messverfahren und Messgeräte kennen, dazu den richtigen Umgang, die Wartung und Pflege der Geräte. Für die Datenauswertung nutze ich spezielle Software."

Im Ilmenauer Zentrum für Mikro- und Nanotechnik hat der junge Mann die Möglichkeit, die Arbeit im Reinraum genau kennenzulernen. Gemeinsam mit den Ingenieuren arbeitet er hier an einem Forschungsprojekt, dem Analysieren der Eigenschaften von Fotolacken, mit. "Es ist sehr spannend, in die Bearbeitung von hochmodernen Themen eingebunden zu sein."

Aber auch handwerkliche Fähigkeiten werden von Dominik Flock gefordert. In der mechanischen Werkstatt geht es um Bohren, Biegen, Fräsen und Feilen. Hier werden entsprechend den Vorgaben der Ingenieure Bauteile für Versuchsaufbauten neu gefertigt oder bearbeitet. "Eigenständig habe ich ein Einschubblech angefertigt, das auf den Zehntel Millimeter genau passen muss. Es geht hier um absolute Präzission." Auch die Elektrotechnik ist ein Schwerpunkt. "Ich muss Schaltkreise aufbauen, ausmessen und auch Fehler suchen können."

Eigene Ideen kann der junge Mann stets mit einbringen, als Physiklaborant steht er den Forschern beratend bei der Realisierung der praktischen Umsetzung von Versuchsaufbauten oder Bauteilen zur Seite.
"Die Arbeit ist sehr vielseitig. Ich bin im Labor, den Werkstätten und im Büro zu finden. Für mich ist es der perfekte Wechsel zwischen Theorie und Praxis."

Hintergrund

Wo?
Die Ausbildung als Physiklaborant ist an Universitäten, in Forschungseinrichtungen, Prüflaboren oder der Industrie möglich. Die theoretische Ausbildung erfolgt im Staatlichen Berufsbildenden Schulungszentrum für Produktdesign und Prüftechnik Selb/Bayern.

Was?
Aufbau von Versuchsanordnungen, Durchführung, Analyse, Dokumentation, Auswertung, Qualitätskontrolle, Wartung und Pflege der Apparaturen

Voraussetzungen?
sehr gutes technisch-mathematisches Verständnis, Präzision, Konzentration, Teamfähigkeit

Wie lange?
Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre.

VITA Dominik Flock
• Abitur 2013
• seit 2013 Ausbildung zum Physiklaborant an der Technischen Universität Ilmenau

Autor:

Ines Heyer aus Saalfeld

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