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Wie ist das Leben als Hochzeitsplanerin, Frau Schmidt?

Bei der Organisation einer Hochzeit gibt es vieles zu bedenken. Fachleute wie Maria Schmidt ­stehen den Brautpaaren unterstützend zur Seite.
  • Bei der Organisation einer Hochzeit gibt es vieles zu bedenken. Fachleute wie Maria Schmidt ­stehen den Brautpaaren unterstützend zur Seite.
  • hochgeladen von Ines Heyer

Für eine Hochzeit gibt es keine Generalprobe – alles muss auf Anhieb klappen“, sagt Maria Schmidt. „Während Braut und Bräutigam an diesem Tag meist total unter Stress stehen, bin ich der ­ruhige Geist im Hintergrund. Als Hochzeitsplanerin ist meine Arbeit dann fast getan.“

Bei den Vorbereitungen zu der eigenen Hochzeit hat die Ilmenauerin gemerkt, wie viel Freude ihr die Organisation macht. „Ich habe dabei ein neues Talent an mir entdeckt.“ Um dieses noch weiter auszubauen, hat die junge Frau dann einen IHK geprüften Kurs als Hochzeitsplanerin absolviert. „Wir haben von der Pike auf gelernt, wie eine Hochzeit professionell geplant wird: vom Budgetplan über Dekokonzepte bis hin zur Locationsuche und Ablaufplan.“

Die Planung einer Hochzeit ist ein Großprojekt, das viel Arbeit im Vorfeld erfordert. Viele wünschen sich eine Märchenhochzeit – nur Erfahrung haben die meisten Brautpaare nicht. „Ich muss in einem ersten Gespräch ergründen, wo die Wünsche liegen. Dann mache ich mir Gedanken, wie sich diese ­entsprechend den finanziellen Voraussetzungen umsetzen lassen. In der Vorbereitungszeit und den vielen Gesprächen werde ich quasi ein „Familienmitglied auf Zeit“.

Der Anspruch an eine Hochzeit ist bei vielen Paaren hoch. Sie möchten nicht einfach nur heiraten, sondern den Tag zu einem besonderen Event werden lassen. Im Vorfeld müssen deshalb viele Dinge organisiert werden: Location, Bekleidung, Dekokonzept, Einladungskarten, Livemusik oder DJ, Kutsche oder Auto, Menüplan bis hin zu Gastgeschenken für die Gäste. Viel Zeit verbringt Maria Schmidt dann in ihrem kleinen Büro, telefoniert und arbeitet am PC. Per Telefon macht sie Termine mit Locations, Blumenläden, Fotografen, Kinderanimateuren oder auch Friseuren aus.

„Ich stelle auf Wunsch drei geeignete Locations vor. Damit beim Essen nichts schief gehen kann, empfehle ich ein Probeessen.“ Steht dann der genaue Ablaufplan, ist es bis zum Hochzeitstag nicht mehr weit und die Arbeit von Maria Schmidt fast getan.

Das wichtigste Utensil am großen Tag ist dann der Notfallkoffer, denn damit ist Maria Schmidt für fast alles gerüstet: Regenschirm, Blasenpflaster, Deo, Kopfschmerztabletten, Ringkissen und sogar ein Paar Ringe. Man weiß ja nie.

Hintergrund
Wo?
Hochzeitsplaner ist ein neuer Trendberuf, aber kein reiner Ausbildungsberuf. Um fundiertes Fachwissen zu erhalten, gibt es Kurse, die mit einer IHK-Prüfung enden, wie zum Beispiel zum Eventmanager-Hochzeit (IHK) in Kooperation mit der EKA – Europäische Kommunikationsakademie (www.hochzeits­planer-zertifikat.de) oder bei „Die Hochzeitsprofis“
(www.hochzeitsprofis-akademie.de).

Was?
Professionelle Hochzeitsplanung, Bausteine einer Hochzeit, Hochzeits­konzepte, Wissenswertes zur Hochzeitsbranche, Informationen rund um die Selbstständigkeit als Hochzeitsplaner

Wie lange?
Die Kurse finden als Block über mehrere Tage oder mehrere Wochenenden statt.

VITA Maria Schmidt
• Ausbildung und Arbeit als Krankenschwester
• Ausbildung bei „Die Hochzeitsprofis“ in Köln und Leipzig – Abschluss: Hochzeitsplanerin (IHK)
• seit 2017 selbstständig mit „Trau-Zauber“ in Ilmenau

Autor:

Ines Heyer aus Saalfeld

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