Schüler fragen Thüringer Politiker: Im Gespräch mit Roberto Kobelt - Bündnis 90/ Die Grünen

Roberto Kobelt lädt sehr gern Schülerklassen in den Landtag ein, um mit den jungen Menschen über seine Arbeit und Thüringer Politik zu sprechen.
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  • Roberto Kobelt lädt sehr gern Schülerklassen in den Landtag ein, um mit den jungen Menschen über seine Arbeit und Thüringer Politik zu sprechen.
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Der Thüringer Landtagsabgeordnete Roberto Kobelt (Bündnis 90/Die Grünen) stellt sich am 24. September erstmals der Bundestagswahl. In Thüringen steht er hinter Kathrin Göring-Eckardt auf Listenplatz zwei für seine Partei. Er ist seit 2014 Mitglied des Thüringer Landtages. Auf Bitte des Allgemeinen Anzeigers beantwortet er die Fragen zweier Thüringer Schülerinnen der 7. Klasse, Chiara und Amelie.  

Warum sind Sie Politiker geworden?
Weil ich etwas verändern möchte, damit auch unsere Kinder und Enkelkinder 
eine gesunde Umwelt und eine schöne Natur genießen können. Ich trete außerdem gerne mit Menschen in den Dialog, um wichtige Themen und Ziele zu besprechen und dann zusammen gute Lösungen für Probleme zu finden. 
 
Was macht Ihnen bei der Arbeit als Politiker am meisten Freude?
Mit kleinen Schritten Verbesserungen zu erreichen. Ich verhandle gern und finde dabei auch immer einen Kompromiss. Ich respektiere andere Meinungen und diskutiere mit allen Seiten. Damit kann man in der Politik viel erreichen. Das geht aber leider nicht von heute auf morgen. 

Wovor haben Sie am meisten Angst?
Dass meine Familie in Auseinandersetzungen gezogen wird. Ansonsten bin ich ein sehr optimistischer Mensch. 
  
Haben sie einen Thüringer Lieblingsort?
Nicht direkt. Ich fahre sehr gern mit meinem Fahrrad – einem Rennrad–  durch Thüringen. Unser Freistaat ist in jeder Region oder Ecke wunderschön.  

Was würden Sie für Kinder und Jugendliche gerne verbessern – wenn Sie könnten?
Das jedes Kind die gleichen Chancen hat, egal ob die Eltern viel oder wenig Geld haben. Die Bekämpfung von Kinderarmut ist das wichtigste Ziel. Um viele Kinder muss sich die Gesellschaft glücklicherweise keine Sorgen machen. Doch aktuell leben fast drei Millionen Kinder in Deutschland in Armut oder sind von Armut bedroht. Armut schmerzt und grenzt aus. Mit einem grünen Familien-Budget wollen wir Familien in Zukunft fördern. 

Waren Sie schon einmal im Bundestag?
Ja, als Besucher. Ich möchte aber gerne in den Bundestag und dort Politik machen. Die Struktur im Bundestag ist ähnlich wie im Landtag – ich könnte vom ersten Tag an loslegen. In der Bundespolitik muss endlich die Energiewende geschafft werden. Die Energieerzeugung muss vor eurer Haustür passieren. Mit Strom aus Sonne und nicht aus umweltschädlicher Kohle. 
 
Die Grünen haben viel mit Umwelt zu tun. Wie engagieren Sie sich dafür?
Ich habe mich als Thüringer Landtagsabgeordneter erfolgreich dafür eingesetzt, dass in Thüringen die Förderung für Radwege erhöht wurde und mehr Solaranlagen gebaut werden. Wir haben jetzt in Thüringen das wahrscheinlich attraktivste Solarförderprogramm bundesweit. Weiterhin habe ich daran gearbeitet, die geplanten Streichungen beim Öffentlichen Personennahverkehr in Südthüringen zu verhindern und dafür gesorgt, die Bahn- und Buslinien sogar weiter auszubauen. Außerdem habe ich mich um den Weiterbetrieb des Rennsteig-Shuttles bemüht. Ich habe mit verhandelt, dass riesige Tierställe mit Tausenden Tieren nicht mehr gefördert werden, sondern das Geld dafür eingesetzt wird, dass es den Tieren besser geht.

Sind sie auch im Internet unterwegs?
Ich nutze viel Facebook und Twitter, um über meine Arbeit zu informieren und Meinungen von Anderen zu erhalten. 

Zur Person
Roberto Kobelt absolvierte ein Architekturstudium an der Bauhaus-Universität in Weimar, ist seit 2009 Partner in einem 
Weimarer Architekturbüro. Seit 2014 ist er in der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Thüringer Landtag Sprecher für Umwelt, Energie, Naturschutz, Bau, Verkehr, Landesplanung, Wohnen und Sport. Von 2014 bis 2017 war er zudem stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Weitere Thüringer Politiker haben sich Schülerfragen gestellt: 
Christoph Matschie  
Sigrid Hupach
Antje Tillmann

Roberto Kobelt lädt sehr gern Schülerklassen in den Landtag ein, um mit den jungen Menschen über seine Arbeit und Thüringer Politik zu sprechen.
Roberto Kobelt, Die Grünen: "Der Naturschutz ist kein Randthema, sondern gehört in das Zentrum politischen Handelns."
Autor:

Ines Heyer aus Saalfeld

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