500 Euro vom Heimatverein Neuroda an das Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz
"Wie kann das in einem so reichen Land sein?", fragten die Kinder

Neuroda/Tambach-Dietharz. Wenn am 31. Oktober die evangelisch-lutherische Kirche den Beginn der Reformation im Jahre 1517 durch Martin Luther feiert, ziehen gleichzeitig weltweit Kinder von Haus zu Haus und sammeln Süßigkeiten. Denn auch Halloween wird an diesem Tag gefeiert. Doch nicht jedem Kind ist es gegönnt, diesen Spaß mit zu erleben. „Hier bei uns in Deutschland gibt es viele Kinder, die unheilbar mit Krebs und anderen Leiden zu kämpfen haben. Sie müssen 24 Stunden am Tag betreut werden. Auch an so einem lustigen Tag. Das ist für die Kinder und natürlich ihre Familien nicht einfach“, sagt Erik Groth vom „Heitmatverein Neuroda e.V.“

Um diesem schweren Alltag zu entfliehen, gibt es das Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz. Hier können die Kinder gemeinsam mit ihrer Familie unterkommen , werden betreut durch die Fachpflegekräfte und Pädagogen der Einrichtung. „Das Problem ist aber, dass ein Großteil der Ausgaben des Hospizes, rund 1,4 Millionen Euro im Jahr“ durch Spenden finanziert werden muss“, so Erik Groth.

Deshalb unterstützten die Kinder aus Neuroda gemeinsam mit dem Heimatverein Neuroda e.V. das Kinderhospiz. Dazu trafen sich an Halloween alle und zogen mit der Unterstützung einiger Vereinsmitglieder gemeinsam von Haus zu Haus und sammelten Geld. Der Betrag wurde anschließend durch den Heimatverein aufgerundet und am zweiten Adventswochenende an Lutz Schulz, ein ehrenamtlicher Spendenengel des Kinderhospizes, übergeben.

Der kam extra an die „Alte Schule“. Begrüßt wurde er durch die süßen Stimmen von Aliyah, Elina, Caroline und Aaron, die allen Beteiligten Lieder vorsangen. Im Anschluss daran erzählte Schulz von der Einrichtung, der Geschichte und derzeitigen Lage und hatte viele Fragen zu beantworten. Doch eine Frage stand im Raum und blieb unbeantwortet: „Wie kann es sein, dass in einem so reichen Land wie Deutschland eine Einrichtung wie das Kinderhospiz Tambach-Dietharz durch Spenden finanziert werden muss und nicht komplett durch den Staat und die Krankenkassen?“ Man solle doch froh sein, dass es Menschen gibt, die schwer kranke Kindern und deren Familien helfen wollen, so der Tenor der Kinder.

Der ehrenamtliche Spendenengel Lutz Schulz konnte am Ende des Treffens einen Scheck in Höhe von 500 Euro mit nach Tambach-Dietharz nehmen. Ein wichtiger Beitrag, denn jede Hilfe hilft.

„In diesem Sinne möchten wir uns bei allen Bürgerinnen und Bürgern für eure Hilfe bei dieser Aktion bedanken und gleichzeitig alle Leser dazu bitten, dass Kinderhospiz auch in den kommenden Jahren zu unterstützen. Die Kinder und Familien dort werden es euch danken.“, erklärte Erik Groth, Mitglied des „Heitmatverein Neuroda e.V.

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