Nach dem Pokal-Derby in Jena
Die Bilanz der Polizei

Symbolbild


Mehrere Hundert Polizeibeamte aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, darunter auch die sächsische Reiterstaffel, haben am Sonntag für Sicherheit rund um das Jenaer Ernst-Abbe-Stadion gesorgt, berichtet d
ie Polizei nach dem Pokal-Derby FC Carl Zeiss Jena gegen FC Rot-Weiß Erfurt Jena.

8649  Zuschauer waren zum Spiel erschienen, davon 1072 Anhänger der Gastmannschaft Rot-Weiß Erfurt.Unter den angereisten Fans der Gastmannschaft befanden sich auch 21 Fans mit Stadionverbot, die nicht ins Stadion gelassen wurden. Die Anreise der Erfurter verlief problemfrei, wobei die Hälfte der Fans mit der Bahn nach Jena kamen, die andere Hälfte individuell. 

Bereitsbeim Einlaufen der beiden rivalisierenden Fangruppen in die Südkurve herrschte eine aggressive und gewaltbereite Stimmung. 30 Jena-Fans begannen, die Zäune zu übersteigen, 20 Erfurter Fans folgten. Nur durch das sofortige Einschreiten von Polizei und Sicherheitspersonal konnten weitere Störungen unterbunden werden. Während des Spiels wurde auf Jenaer Seite umfangreich Pyrotechnik gezündet. Auch versuchten Angehörige beider Fanlager erneut, die Zäune zu übersteigen, wobei der Zaun auf Erfurter Seite demoliert wurde. Die Polizei nahm vier Personen in Gewahrsam, davon drei Erfurter Fans und einen Jenaer Fan. Dies erfolgte nach der Zaunübersteigung und führte zu Hausverboten und Anzeigen wegen Hausfriedensbruch. Die vier in Gewahrsam genommenen Fans wurden nach Spielende wieder aus dem Gewahrsam entlassen. 

Insgesamt nahm die Polizei zwölf Strafanzeigen auf, dies wegen Sachbeschädigung, Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte und Hausfriedensbruch. Außerdem wurden 13 Ordnungswidrigkeitsanzeigen erstattet, unter anderem wegen des Zündens von Pyrotechnik.Eine Polizeibeamtin wurde beim Einschreiten der Polizei während einer Rangelei leicht verletzt, sie konnte aber weiter Dienst verrichten.

In der Wöllnitzer Straße kam es zu massiven Parkproblemen, die komplette Straße war zugeparkt worden, sodass ein Passieren von Rettungsfahrzeugen nicht mehr möglich war. Einige Fahrzeugbesitzer mussten deshalb im Stadion ausgerufen und zum Umsetzen ihrer Autos aufgefordert werden. 

Gegen17.00 Uhr war die Rückreise der Gäste-Fans größtenteils abgeschlossen.

Autor:

meinanzeiger .de aus Erfurt

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