Blaulicht Gespräch in Kahla
Innenminister Maier zu Gast bei der Feuerwehr

Innenminster Georg Maier und Irene Schlotter
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Der Kreisverband der SPD lud gestern zum "Blaulicht-Gespräch" in die Kahlaer Feuerwehr. Als Gesprächspartner stand Innenminister Maier Rede und Antwort. Geladen wurden Mitglieder der Feuerwehren, Rettungskräfte und Polizeibeamte aus dem gesamten Landkreis. Punkt 18 Uhr eröffnete Hans-Peter Perschke, SPD Kreisvorsitzender, die Gesprächsrunde und übergab das Wort an Kahlas Bürgermeister Jan Schönfeld, der ein kurzes Grußwort hielt. "Am wichtigsten ist die Gewährleistung der Einsatzbereitschaft", so Schönfeld.

Anschließend hielt Innenminister Maier einen Impulsvortrag und schilderte seine persönlichen Erfahrungen von den Waldbränden in den vergangen Wochen in Thüringen. So berichtet er, dass in dieser Woche endlich ein Hubschrauber der Thüringer Polizei in Dienst gestellt wird, der zur Brandbekämpfung genutzt werden kann. Darüber hinaus warf Innenminister Maier weitere wichtige Themen wie die Nachwuchsgewinnung, die Leitstellen in Thüringen, die Beschaffung von Fahrzeugen oder die Landesfeuerwehrschule in den Ring.

Maier legt besonderen Augenmerk auf die Feuerwehrschule in Bad Köstriz. Er beschrieb die Situation als unbefriedigend. Die Liegenschaften haben einen NVA Flair, so Maier. Der 1. stellv. Stadtbrandmeister Christian Meyfarth warf die Frage auf, warum man nicht einen zweiten Standort der Landesfeuerwehrschule zentral in Thüringen eröffnet. Maier fand die Idee gut und nimmt unter anderem diese Frage mit nach Erfurt.

Doch auch in Sachen Förderung von Beschaffungen hat der Minister einige Vorschläge erhalten, die er mit nach Erfurt nehmen wird. So kritisierte Kahlas Bürgermeister Schönfeld die enormen bürokratischen Hürden. Im Wesentlichen wünschten sich die Vertreter der Wehren eine zentralisierte Beschaffung, vor allem bei Fahrzeugen. „Das spart Aufwand und vor allem Kosten und man muss dabei das Rad nicht neu erfinden. Ein Blick nach Hessen oder Brandenburg, zeigt wie es gehen könnte“, so der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Steve Ringmayer, der auch im Bereich der Würdigung ehrenamtlicher Tätigkeit den Blick nach Brandenburg warf. Dort bekommen ehrenamtliche Feuerwehrleute seit kurzem auch finanzielle Zuwendungen.

Zudem hätten es die Einsatzkräfte immer schwerer – die Zahl der Übergriffe nehme zu. Es sei an der Zeit, den Einsatzkräften mal Danke zu sagen, so Maier. Stattdessen würden sie beleidigt, bespuckt und angegriffen. „Warum lassen wir das zu und warum gibt es da keine Welle der Empörung in der Bevölkerung? Respekt für Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte ist wichtig“, sagte der Minister unter dem Applaus der Gäste.

Maier brachte abschließend die Wichtigkeit dieser Veranstaltung zum Ausdruck. Er habe einige Hausaufgaben im Gepäck nach Erfurt mitgenommen.

Autor:

René Casta aus Jena

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