Mein Museum: Phylethisches Museum
Ein Gorilla grüßt am Eingang

Zu den besonderen Ausstellungsstücken gehört das Skelett eines 11 000 Jahre alten Auerochsen. Schon Goethe hat daran geforscht.
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  • Zu den besonderen Ausstellungsstücken gehört das Skelett eines 11 000 Jahre alten Auerochsen. Schon Goethe hat daran geforscht.
  • Foto: Jan-Peter Kasper/FSU Jena
  • hochgeladen von Simone Schulter

Das Phyletisches Museum in Jena beleuchtet die Stammesgeschichte der Tiere. Gegründet wurde es von Ernst Haeckel. Heute gehört es zur Friedrich-Schiller-Universität. Es ist dem Institut für Spezielle Zoologie und Evolutionsbiologie angeschlossen.

Was gibt‘s Musehenswertes?
Wir laden zu einem Streifzug durch die Stammesgeschichte und die Evolution der Lebewesen ein. Besucher erfahren, welche Arten miteinander verwandt sind und bekommen Einblicke in die Vielfalt der Tierwelt. Zu sehen sind Präparate heute noch lebender Tiere, aber auch Fossilien längst ausgestorbener Tierarten. Außerdem wird die Evolution des Menschen präsentiert. Gegründet wurde das Museum 1907 von Ernst Haeckel. Er ist einer der bekanntesten Zoologen
Deutschlands.

Woran führt kein Weg vorbei?
Der erste Blick eines Besuchers fällt wohl auf unseren Gorilla im Foyer. Dieses
Präparat bekam Haeckel von seiner Tochter zum Geburtstag geschenkt. Im Evolutionssaal kann man das Skelett eines Auerochsen bestaunen, das 1821 in Thüringen gefunden wurde und an dem schon Goethe geforscht hat.

Außer der Reihe:
Regelmäßig können Sonderausstellungen bei uns besucht werden. Unsere aktuelle steht unter dem Thema „INSIGHTFISH“. Sie läuft noch bis Ende Oktober. Die Ausstellung erlaubt dank moderner Techniken und großflächiger Fotografien
im Durchlicht bunte Einblicke in die Fischwelt.

Ihr liebstes Stück?
Das ist die rechte Unterkieferhälfte eines Grönlandwales. Das Exponat ist über 300
Jahre alt und misst fast sechseinhalb Meter. Der Kiefer ist riesig im Vergleich zum
eigenen! Das ist sehr faszinierend, denn Mensch und Wal gehören beide zu den Säugetieren. Am Kiefer zeigt sich sehr gut, wie die Lebensweise den Körperbau beeinflusst.

Sind auch Kinder hier museumsreif?
An der Kasse gibt es Museumsrallyes, mit denen man unser Museum erkunden
kann. Wir sind gerade dabei, unsere Angebote für die Kleinen weiter auszubauen. Gut angenommen werden derzeit schon die Vorlesestunden für  Kindergartenkinder. Wir bieten nach Vereinbarung spezielle Programme und
Führungen für unterschiedliche Altersklassen an. Dabei berücksichtigen wir gern Themenwünsche unserer Gäste.

Museums-Rundgang:
Im Durchschnitt bleiben die Besucher etwa eineinhalb Stunden bei uns. Hinterher
legen viele eine kleine Verschnaufpause am Brunnen vor unserem Haus ein.

Museum for you?
Wir bieten auch Führungen in englischer Sprache an.

Museum zum Mitnehmen:
Es gibt Publikationen zu Dauer- und Sonderausstellungen sowie Postkarten.

Das muss gesagt werden:
Familien sind bei uns gut aufgehoben. Groß und Klein erfahren, wie spannend Evolution ist. Nicht nur in den Ausstellungen gibt es viel zu entdecken. Auch die Innenarchitektur bietet Überraschendes. So ziert eine Schnecke den Treppenaufgang. Im Medusensaal ist ein Deckengemälde mit Quallen zu
bestaunen. Natur und Kunst sind im Haus eng verwoben.

Zur Sache
+ Phyletisches Museum der Friedrich-Schiller-Universität, Erbertstraße 1, Jena
+ Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag, 9 – 13 Uhr / 14 – 17 Uhr; Samstag, Sonntag,
Feiertage, 10 – 16 Uhr; montags immer geschlossen
Schließtage: 24., 25., 31. Dezember, 1. Januar
+ Kontakt: Tel.  0 36 41 / 94 91 80, E-Mail-Adresse phyl.museum@uni-jena.de

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