Grandiose Musik entsteht nicht mit der Holzhammermethode
Fam. Gerhards Kirchenorgeln aus dem Dornröschenschlaf holen

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Gehe ich an einer Kirche vorüber, aus der Orgelmusik erklingt, bleibe ich unweigerlich stehen und lausche den Orgelklängen.... Dieses faszinierende Musikinstrument, das aus mehreren Pfeifenreihen besteht, bringt eine unglaublich klangvolle und emotional berührende Musik hervor. Es wurde bereits im 3. Jahrhundert vor Chr. im alten Ägypten erfunden. Im Jahr 857 nach Chr. wurde die erste europäische Orgel in Aachen gebaut. Allerdings lehnten Kirchenväter und Päbste Instrumente im Gottesdienst ab; das galt speziell für die Orgel, die ja der Inbegriff der Weltlichkeit war und einen "aufreizend- sinnlichen" Klang hatte. Nach der Jahrtausendwende tauchten dennoch die ersten Orgeln in Klostern auf, ab dem 13. Jahrhundert vermehrt auch in Kirchen. De facto besaßen im 14. Jahrhundert die meisten großen Stadtkirchen eine Orgel. Nicht zuletzt durch solch große Komponisten wie Buxtehude, Bach oder Telemann wurde die Orgel zum Hauptbegleitinstrument für den Gottesdienst.

Thüringen besitzt die größte Dichte an historischen Orgeln weltweit.

Einen Höhepunkt erlebte der Thüringer Orgelbau besonders im 18. Jahrhundert. Von 1733 bis 1835 schuf die Orgelbauerdynastie der Familie Gerhard aus Lindig bei Kahla ihre wesentlichen Werke; mehr als 50 Orgeln sind bekannt. Die Orgeln der Familie Gerhard zeichnen sich durch besondere Klangschönheit aus.
Der "Kirchen-Kunst-Verein Stadtroda" e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die  Orgeln der Familie Gerhard aus ihrem Dornröschenschlaf herauszuholen. Dazu gab er ein Orgelbilderbuch heraus: "Thüringer Meisterwerke: Die Orgeln der Familie Gerhard" .
Auf liebevolle Weise wurden von jeder Kirche sowie der darin befindlichen Orgel Fotos erstellt und die technischen Daten zu Manualen und Pedalen vermerkt; dazu wurden Fakten zu etwaigen Erneuerungen aufgeschrieben und erhaltene historische Dokumente beigefügt.
Verschaffen Sie sich doch anhand dieses tollen Orgelfotobuchs bzw. der zugehörigen CD, auf der auch Turmuhren und Läuteanlagen eingespielt sind, einen Eindruck von der Klangschönheit der Gerhardschen Orgeln in Lindig oder Ziegenhain, Donndorf oder Kospoda, Dorfilm, Jägersdorf, Zeutsch, Orlamünde oder oder oder .... Oder statten Sie der einen oder anderen Orgel selbst einmal einen Besuch ab! Ganz bestimmt werden auch Sie sich verneigen vor der Pracht dieser Musik.
Bestellinformationen zum Buch: Kirchen-Kunst-Verein Stadtroda e.V.
c/o Hans-Martin Striebe,. Tel. 03641/442828, email: hmstriebel@arcor.de

Im Buch werden ca. 50 Orgeln anhand von Fotos, auch von der jeweiligen Kirche, vorgestellt,  ergänzt durch Disposition und kurze Informationen zur Baugeschichte und Erhaltungszustand.

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