Zum Internationalen Frauentag

Die Frau von heute.

Immer mag sie es, Blumen geschenkt zu bekommen, auch zum internationalen Frauentag. Manchen von ihnen werden dabei die Hintergründe für's Schenken am 8. März bewusst. Vielen sicher nicht. Einige werden den Tag, an dem der Frauen gedacht werden soll, da sie eben auch zu großartigen Leistungen fähig sind, nicht mögen oder ignorieren, weil sie ihn dem DDR- Sozialismus zuschreiben. Richtig ist, dass die DDR den Frauen ein anderes Rollenbild zuschrieb als die bürgerliche deutsche Gesellschaft nebenan. Die Frau im Sozialismus sollte aktiv am Aufbau des Arbeiter- und Bauernstaates mitwirken und ihre Arbeitsleistungen wurden regelmäßig in den Betrieben, Kindereinrichtungen und Verwaltungen gewürdigt.
Nicht richtig ist, dass der Frauentag eine Erfindung des DDR- Staates war.
Der internationale Frauentag wurde am Ende des ersten Weltkrieges von sozialistischen Organisationen ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt stand der Kampf um das Frauenwahlrecht, um Gleichberechtigung und die Emanzipation von Arbeiterinnen.

Ein wenig abstrus mutet an,

... dass inzwischen Männer, zumindest in Deutschland, um ihre Gleichberechtigung kämpfen, Männerschutzhäuser einrichten und Vereinigungen gründen mit dem Ziel, die "Verschiebung der gesellschaftlichen Politik zu Lasten der Männer zu stoppen".
Dass es noch Einiges zu tun gibt in Richtung Erleichterung des Lebens für die Frauen, besonders wenn sie Beruf, Mann und /oder Kinder im Alltag vereinen, war auch zum Empfang im Bundesfrauenministerium am Vorabend des Frauentages von der Bundesfrauenministerin zu hören. Die nächsten Schritte in Richtung Gleichstellung seien die Einführung eines Familiengeldes für mehr Zeit für Familie sowie ein Rechtsanspruch auf Betreuung von Kindern sowie mehr staatliche Unterstützung und Wertschätzung für Frauen, die in der Pflege arbeiten. Damit das ehemals "schwache Geschlecht" auf allen gesellschaftlichen Ebenen und in allen Bereichen den Männern gleichsteht!

Aber Emanzipation her oder hin:

... über eine Anerkennung am 8. März freut sich doch jede Frau. Der romantische Blumenstrauß allerdings wird heutzutage mehr und mehr von elektronischen Fotogrüßen- und wünschen abgelöst. Kommen diese von einer Freundin per What*s App, werden die Blumen auch schon mal von ein paar Oberkörper zeigenden Machotypen überreicht. Oder es kommen viele rote Herzchen als Gruß angeflogen, unter welchen DER MANN zu sehen ist, wie er (einmal im Jahr?) mit rosa Schürze bekleidet auf seinen Knien den Küchenboden schrubbt. Für den Moment sind auch solche Grüße erheiternd, auch wenn man sie nicht mehr in die Blumenvase stellen kann. ...

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