Der schönste Beruf der Welt

Katja Schwind (l.) betreut Lenny und seine Mutti Nadine Schmidt in der Wochenbettzeit.
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  • hochgeladen von Simone Schulter

Einen Studienplatz für Interkulturelle Wirtschaftskommunikation in Jena zu ergattern, ist nicht leicht. Katja Schwind hat es geschafft und doch einen ganz anderen Weg eingeschlagen. Die Wende kam mit ihrer ersten Schwangerschaft vor über zehn Jahren, denn ihre Tochter Sophie kam zu Hause zur Welt.

Die gute Betreuung vor, während und nach der Geburt durch die Hebamme ließ sie ihre Berufsperspektiven überdenken: „Endlich wusste ich, was ich werden will.“ Die Studienjahre sind trotzdem keine verlorenen Jahre. „Als freiberufliche Hebamme bin ich zugleich Managerin eines Kleinunternehmens.“

Heute betreibt Katja Schwind eine Praxis in Dornburg. Die Jenenserin hatte von Anfang an die Vision, als Landhebamme zu arbeiten. Lange Wege schrecken sie
nicht ab. Dafür fühlt sie sich hier zu wohl. Als Hebamme ist sie in den Dörfern bekannt und wird auf dem Spielplatz auch gern von Müttern größerer Kinder um Rat gefragt. Babys kommen nicht nach Dienstplan zur Welt. Ihnen ist egal, ob es Nacht ist, Sonntag oder Weihnachten. Katja Schwind hat sich darauf eingestellt. Ihre Familie unterstützt sie. Für die drei eigenen Kinder ist gesorgt, wenn Mama als Hebamme unterwegs ist. Denn auf die direkte Geburtshilfe will sie nicht verzichten. „Sie ist der Höhepunkt in der Betreuung“, schwärmt Katja Schwind. Deshalb bietet sie nicht nur Schwangerschaftsbetreuung und Nachsorge an, sondern auch Hausgeburten. Auf Wunsch begleitet sie Frauen während der Entbindung im Klinikum Weimar.

169 Jungen und Mädchen hat Katja Schwind bisher auf die Welt geholfen. Selbst ihren 30. Geburtstag verbrachte sie im Kreißsaal. Das erzählt sie mit einem Lächeln. „Denn schließlich habe ich den schönsten Beruf der Welt.“

ZUR SACHE
Der 5. Mai ist Internationaler Hebammentag. Er wurde 1991 eingeführt, um auf die Bedeutung der Hebammen für die Gesellschaft hinzuweisen.

Autor:

Simone Schulter aus Weimar

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