Stunde der Wintervögel
Knusper, knusper, knäuschen, wer knabbert an mein‘ Futterhäuschen?

Der NABU Thüringen ruft zur neunten Stunde der Wintervögel auf. Vogelfreunde können vom 4. bis zum 6. Januar 2019 eine Stunde lang Vögel zählen und melden. Die Naturschützer sind vor allem gespannt, wie sich der trockene Sommer auf die Vogelwelt ausgewirkt hat. Doch das Ergebnis ist noch völlig offen, denn durch den warmen Sommer 2018 tragen wilde Bäume und Sträucher besonders viele Früchte. Klaus Lieder, der Sprecher des NABU-Landesfachausschusses für Ornithologie kann das bestätigen: „Ob Nüsse, Äpfel oder andere Früchte, für unsere Wintervögel ist der Tisch reich gedeckt. Amseln und Rotkehlchen kommen zum Beispiel die hängen- oder liegengebliebenen Äpfel zu Gute und Kleiber und Meisen freuen sich über Walnüsse, die sie mit ihren Schnäbeln aufhacken können.“ Welche Vögel am Beobachtungswochenende zu sehen sind, hängt auch von der Wetterlage ab. Wenn es, wie schon in den vergangenen Jahren, ein milder Winter wird, ist das eine gute Voraussetzung, dass Kurzstreckenzieher wie Rotkehlchen und Star häufig im heimischen Garten zu beobachten sind. Sollte es jedoch einen frühen Wintereinbruch mit viel Schnee in Skandinavien geben, kann mit vielen Erlen- und Birkenzeisigen am Futterhaus gerechnet werden.

Optimal auf die Zählung vorbereiten
Damit Vogelfreundinnen und -freunde sich prima auf die Zählung vorbereiten können, bietet der NABU erstmals ein eigenes Lernprogramm zur Stunde der Wintervögel an. Mit dem „NABU Vogeltrainer“ – einem kostenlosen E-Learning-Tool – erfahren etwa ornithologische Neustarter spielerisch viel Wissenswertes über 15 häufige Wintergäste (www.vogeltrainer.de).
Normalerweise braucht man jedoch keine besonderen Vorkenntnisse für die Teilnahme. Mit dem Fernglas in der Hand, die Ohren und den Bleistift gespitzt, sucht man sich am Aktionswochenende einen schönen Platz im Garten, Park oder auf dem Balkon, von dem aus die gefiederten Freunde gut am Futterhaus beobachtet werden können. Von jeder Vogelart wird dann die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Ergebnisse werden danach dem NABU gemeldet. Wettergerechte Kleidung, eine Thermoskanne mit Tee oder eine heiße Schokolade können hilfreich sein. Mehr Spaß macht die Aktion mit Familie, Freunden oder Verwandten. Die Beobachtungen können unter www.NABU-Thueringen.de bis zum 15. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 5. und 6. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet. Für die Meldebögen, die in den Printmedien abgedruckt werden, ist der Einsendeschluss der 10. Januar 2019

Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen zur Teilnahme aus, eine besondere Qualifikation ist für die Wintervogelzählung nicht nötig. An der Zählung im Januar vor einem Jahr haben in Thüringen über 4.500 Vogelfreundinnen und -freunde teilgenommen und mehr als 120.500 Vögel gemeldet. Auf die Spitzenplätze flatterten damals Haussperling, Kohl- und Blaumeise

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