Beeindruckende thüringer Tropfsteinhöhlen bei Friedrichroda und bei Saalfeld
Marienglashöhle und Feengrotten im Vergleich

In den Feengrotten 1
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Unter  Mein Thüringen.de kann man 10 Besucherbergwerke bzw. Schauhöhlen in unserem Land ausfindig machen. Besonders für Kinder bieten sie viele Attraktionen und lassen in eine ganz besondere Erlebniswelt eintauchen:

Die Marienglashöhle

 ist ein Schaubergwerk mit einer der schönsten und größten Gipskristallgrotten Europas.
Die Hohlräume sind durch Gips- und Kupferbergbau entstanden. Die Kristallgrotte ist der einzige natürliche Hohlraum, den man über einen 70 Meter langen künstlich angelegten Steg über einen Höhlensee und 35 Stufen, die zur oberen Sohle führen, erreichen kann.
Die Wände der Kristallgrotte bedecken bis zu 90 Zentimeter lange Kristalle des Minerals Gips, aber auch schnellwüchsige Tropfsteine, Stalagmiten und Stalaktiten aus Calciumsulfat.
Wie entstand der Höhlenname?
Weil die großen, durchsichtigen Kristalle sich sehr gut in dünne Blättchen spalten lassen, wurden sie früher als Glasscheibenersatz vor Marienbildern und in Reliquienbehältern verwendet; sie waren blasenfrei und gleichmäßig dick. Abnehmer waren hauptsächlich Kirchen und Klöster. Die Kristalle ließen sich aufgrund des geringen Härtegrades leicht spalten, waren völlig durchsichtig und reflektierten durch den Perlmuttglanz auf den Spaltflächen das einfallende Licht.
Mit Marienglas wurden auch Kronleuchter, Altäre und Gemälde verziert.
Heute konzentriert sich Marienglas auf die Gestaltung und Entwicklung moderner Weingläser, Wird Marienglas im Mondlicht geladen, speichert es die Energie und gibt sie später nach Bedarf ab. Dadurch ist es ein kraftvoller Lichtbringer in dunklen Zeiten, der in der Magie häufig verwendet wird, um durch Energetisierung in einer Vollmondnacht mit Kraft für verschiedene Vorhaben aufgetankt zu werden. Erhitzt man Marienglas über einer Flamme, färbt es sich weiß und zerfällt zu Pulver.
Besondere Attraktionen in der Marienglashöhle sind klassische Konzerte in der Kristallgrotte, in der eine ganz besondere Akustik herrscht. Beim Schein von 400 Kerzen, bei 8-10 Grad Celsius hat man dort 60 Minuten lang ein einmaliges Konzerterlebnis.
Im Funktionsgebäude der Marienglashöhle befinden sich ein Glasbläserstudio mit Vorführung; es gibt dort auch Feuerzangenbowle und Zwergentee. Marienglashöhle

Die Feengrotten

sind vor allem für ihre farbigen Tropfsteine bekannt.
Hier wurde ehemals schwarzer Alaunschiefer abgebaut, in dem zahlreiche leichtere Elemente wie Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium oder Titan, aber auch Schwermetalle wie Eisen, Kupfer, Mangan u. a. chemisch gebunden sind.
Als der Abbau eingestellt wurde, verwandelte die Natur das Bergwerk in eine märchenhafte Untertagewelt mit farbenprächtigen Tropfsteinen und schillernden Grottenseen:
Saures, sauerstoffreiches Oberflächenwasser löste den Schiefer beim Durchsickern durch das Gebirge in verschiedene mineralische Bestandteile auf. Hierunter fallen bestimmte Sulfide, Sulfate u. a. m.. Die überwiegend sauren bis stark sauren Bedingungen der Alaun- und Kieselschiefer sind ein Spezifikum der Feengrotten. So kann man sich die enorme Farbenvielfalt in dieser Höhle erklären.
Wie entstand der Höhlenname?
Die Phantasie der Höhlenbetreiber ließ Fabelwesen in dieser bunten, unwirklichen Untertagewelt ihr Zuhause haben und es entstand das „Reich der Feen“ als Touristenattraktion.
Zur Erlebniswelt der Feengrotten gehören auch der liebe- und fantasievoll ausgestattete  Abenteuerwald „Feenweltchen“, für dessen Besuch man allerdings schönes Wetter braucht, und das „Grottoneum“, ein Museum zum Mitmachen, Anfassen, Lernen und Staunen. Hier laden 25 Stationen ein, Interessantes über die Arbeit der Bergleute, die farbenreichen Tropfsteine und Minerale zu erfahren. Feengrotten
Beide Höhlen faszinieren mit ihren Spezifika; Verwechslung ausgeschlossen!

Autor:

Astrid Lindner aus Jena

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