Superfood Maulbeeren

Schwarze Maulbeeren
  • Schwarze Maulbeeren
  • Foto: © noppharat - Fotolia.com
  • hochgeladen von Leonie Scherer

Der eine oder andere hat sie vielleicht schon mal am Baum gesehen und sich gefragt, was das wohl für Früchte sind; Vom Aussehen her haben sie Ähnlichkeit mit Himbeeren und Brombeeren, sind aber ovaler und länglicher. Es sind Maulbeeren, sie sind eine eigene Gattung und gehören wie Feigen oder der Brotfruchtbaum zur Familie der Maulbeergewächse. Es gibt verschiedene Arten innerhalb der Gattung. In Europa, auch in Deutschland, sind vor allem die weiße und schwarze Maulbeere am bekanntesten, zunehmend gewinnt auch die rote an Bedeutung.

So wie in der Farbe unterscheiden sie sich auch im Geschmack. Schwarze und rote Maulbeeren schmecken eher süßlich und haben ein kräftiges Aroma, weiße schmecken hingegen weniger intensiv. 

Herkunft

Die Maulbeere als Nutzpflanze gibt es im asiatischen Raum schon seit vielen tausend Jahren, sie zählt weltweit zu den ältesten Kulturpflanzen. Ca. im 12. Jh. kam sie aber erst nach Europa und erst im 18 Jh. gewann sie unter Friedrich I. an Bedeutung. Er erkannte ihre Wichtigkeit für die Herstellung von Seide, da sich die Seidenraupe vorwiegend von Maulbeerblättern ernährt. Friedrich II. legte dann später große Plantagen an - Damit begann die Blütezeit für eine ca. 200 Jahre andauernde Seidenproduktion in Europa, die mit dem Import der ersten Seidenstoffe aus China und anderen Ländern aus Asien Anfang des 20. Jh. wieder zum Erliegen kam, weil die importierten Stoffe günstiger waren als die in Deutschland produzierten. Da die Bäume nicht mehr für die Seidenproduktion benötigt wurden, verlor die Maulbeere an Bedeutung und verschwand langsam wieder. Hinzu kam, dass sie zur damaligen Zeit in der Ernährung noch keine große Rolle spielte. Seit in der Ernährung wieder ursprüngliche, natürliche Lebensmittel gefragt sind, erlebt auch die Maulbeere wieder einen Aufschwung, weil sie gesund, lecker und vielseitig in der Küche verwendbar ist.

Nährstoffe

Zwar werden viele Lebensmittel heute als "Superfood" bezeichnet,aber bei den meisten ist das bei genauerer Betrachtung nicht wirklich gerechtfertigt. Maulbeeren hingegen sind wegen ihrer Vitamine und Nährstoffe ein echter Gewinn für unsere Gesundheit, in ihnen sind unter anderem enhalten: 

  • die Vitamine A, B1, B6, D2 und besonders viel Vtamin C und E  
  • viel pflanzliches Eiweiß  
  • die Mineralstoffe und Spurenelemente Zink, Kupfer, Mangan, Bor, Fluor und viel Eisen 
  • Aminosäuren  
  • Ballaststoffe  
  • zellschützende Antioxidantien  
  • sekundäre Pflanzenstoffe   

Gesundheitliche Wirkung

Die wertvollen Inhaltsstoffe der Maulbeeren kommen unserer Gesundheit zugute. Der sekundäre Pflanzenstoff Deoxynojirimycin (DNJ) senkt den Blutzuckerspiegel und beugt wirkungsvoll Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Früchte, als auch Blätter (bzw. ein Extrakt davon) helfen laut einer thailändischen Studie auch, den Cholesterinspiegel zu senken, der Triglyzerid-Wert und LDL-Wert werden gesenkt, gleichzeitig war auch zu beobachten, dass der Wert des guten HDL um 20% stieg. Zudem wird der Blutdruck gesenkt, ein weiterer großer Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Patienten.

Die Traditionelle Chinesische Medizin verwendet Maulbeeren bei Erkältungen schon seit tausenden von Jahren, weil sie auf natürliche Weise den Schleim lösen und aus dem Körper befördern. Darüber hinaus wirken sie entzündungshemmend und fiebersenkend. Die hohe Konzentration an Vitamin C stärkt besonders in den kalten Monaten die Abwehrkräfte und verringert dadurch das Ansteckungsrisiko.

Maulbeeren verbessern das Hautbild, weil sie den Körper vor Umwelteinflüssen schützen, außerdem verbessern die darin enthaltenen Antioxidantien die Spannkraft der Haut und reduzieren dadurch die Faltenbildung.

Maulbeeren in der Küche

Maulbeeren können als frische Früchte gegessen werden, können aber auch zu Smoothies, Saft oder Sirup verarbeitet werden. Ein Sirup aus Maulbeeren ist ein gutes Hausmittel bei Erkältungsbeschwerden. Sehr gut schmecken sie auch als süßer Kuchenbelag, besonders in Kombination mit Erdbeeren und Kirschen, wo sich ihr besonderes Aroma noch besser entfalten kann. Aus Maulbeeren sich auch sehr gut Marmeladen, Weine und Liköre herstellen. Als Trockenfrüchte werden sie gern für Tees oder Müslis verwendet, aber auch als Zutat in allerlei Gebäck.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen