Unmut im Kahlaer Stadtrat
CDU Fraktion kritisiert Informationspolitik der Bürgermeisterin Nissen-Roth

Prof. Dr. Hellwig ist Vorsitzender der Stadtratsfraktion der CDU in Kahla
  • Prof. Dr. Hellwig ist Vorsitzender der Stadtratsfraktion der CDU in Kahla
  • hochgeladen von Rene Casta

KAHLA. Die Mitglieder des Kahlaer Stadtrates konnten sich bei der Lektüre der OTZ vom Freitag, 23.2.2018, verwundert die Augen reiben. Die Bürgermeisterin teilte der Zeitung Details zu einer möglichen Nutzung der ehemaligen Bademeisterwohnung im Kahlaer Freibad mit. In der vergangenen Stadtratssitzung hatten die Stadträte Surowy und Störtzer auf die mögliche Nutzung der Wohnung aufmerksam gemacht, um die Stelle eines Bademeisters für das Freibad attraktiver zu machen. Vielleicht könnte es so gelingen, eine junge Familie zu gewinnen, die neben der Badeaufsicht auch den Kiosk betreiben könne. Es wurde vereinbart, eine Vor-Ort-Besichtigung mit Stadträten durchzuführen, um den Zustand der Wohnung in Augenschein zu nehmen. Ein solcher Termin, wenn er denn überhaupt stattgefunden hat, wurde den Stadträten nicht bekannt gegeben. Zudem hat die Bürgermeisterin in der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag weder in ihrem Bericht noch unter dem Tagesordnungspunkt "Informationen" Ausführungen zum Thema gemacht.
Die CDU-Fraktion kritisiert die Tatsache, dass Verabredungen zwischen Rat und Bürgermeisterin nicht eingehalten werden. Außerdem können die Stadträte wohl erwarten, dass sie Informationen, die sie für ihre Arbeit benötigen, aus erster Hand und nicht erst aus der Presse erfahren. Die Fraktion bedauert, dass dies nicht zum ersten Mal geschehen ist und fordert Besserung. Gerade weil es offenbar so schwierig ist, die Betreibung des Freibades Kahla personell abzusichern, müssen Rat und Bürgermeisterin gemeinsam nach einer Lösung suchen.

(Autor: Prof. Dr. Frank. Hellwig)

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