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Hellwig: "Einstimmiges Votum des Stadtrates für die "Johann-Walter-Stadt Kahla"

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Prof. Dr. Frank Hellwig ist Vorsitzender der CDU Kahla und Fraktionsvorsitzender im Kahaler Stadtrat
Prof. Dr. Frank Hellwig ist Vorsitzender der CDU Kahla und Fraktionsvorsitzender im Kahaler Stadtrat
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Auf Antrag des Kultur- und Sozialausschusses hat der Stadtrat am vergangenen Donnerstag einstimmig beschlossen, bei den zuständigen Stellen des Landes zu beantragen, dass die Stadt Kahla offiziell den Namenszusatz "Johann-Walter-Stadt" führen darf.
Der Komponist, Kapellmeister, Dichter und Lehrer Johann Walter (1496-1570) aus Kahla verbindet die Geschichte der Stadt Kahla mit dem Großereignis "Reformation", das sich in diesem Jahr zum 500. Mal jährt. Als musikalischer Berater und Freund war Walter dem Reformator Martin Luther eng verbunden. Mit der Reformation ist aber nicht nur die kirchliche Erneuerung Martin Luthers gemeint, sondern auch die Tatsache, dass von ihr Impulse für eine offenere demokratischere Gesellschaft, vor allem in den Städten, ausgingen. In gewisser Weise liegt dort also eine Wurzel der kommunalen Selbstverwaltung.
Der Begriff Kommunale Selbstverwaltung steht für den Anspruch der Bürger, ihre Stadt selbst zu gestalten. Insofern ist die Absicht, dem Namen der Stadt Kahla den Zusatz Johann-Walter hinzuzufügen, auch ein Programm für die Zukunft. Die Benennung ist Ausdruck des Willens, die Entfaltung des kulturellen Lebens in unserer Stadt nach Kräften zu fördern. Mit Selbstvertrauen und Optimismus wollen wir den Zerrbildern, die über Kahla in manchen Medien präsentiert werden, etwas entgegensetzen, ohne jedoch die Augen vor tatsächlichen Problemen in unserer Stadt zu verschließen. Der Rückgriff auf die historische, wahrscheinlich die bedeutendste Persönlichkeit, die in Kahla geboren wurde, ist auch ein Bekenntnis zur Stadtgeschichte mit ihren Licht- und Schattenseiten.
Die Person Johann Walters, der in unruhigen, von Umbrüchen gekennzeichneten Zeiten lebte, verkörpert den Aufbruch in eine neue Zeit und kann auch uns heute Mut geben, wenn wir mit vereinten Kräften Kahla als Kulturstadt bekannt machen. Dabei beginnen wir nicht bei "Null", sondern können aufbauen auf den vielfältigen Aktivitäten, die es in unserer Stadt gibt und über die in dieser Zeitung regelmäßig berichtet wird.
Mit seiner Entscheidung hat der Stadtrat den Genehmigungsprozess für den Namenszusatz der Stadt Kahla in Gang gesetzt. Wir hoffen, dass diese Genehmigung noch rechtzeitig zum diesjährigen Reformations(jubiläums-)fest vorliegt.
Den Stadträten war bei ihrer Entscheidung wohl bewusst, dass Johann Walter vielen Kahlaer Bürgern nicht so bekannt ist, wie er es verdient hätte. Daher wird es in nächster Zeit Informations-veranstaltungen geben, zu denen jeder Bürger herzlich eingeladen wird. Nur wenn der Impuls, den der Beschluss geben will, in der Bürgerschaft Widerhall findet, kann das Ziel einer Kulturstadt Kahla erreicht werden. Darin waren sich alle Stadträte einig.

Prof. Dr. Frank Hellwig (CDU)
Vors. Kultur- und Sozialausschuss

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