Jenas Wirtschaftsprojekt Jena21 droht der Baustopp

Jenas neuem Gewerbepark Jena21 droht bis zu einem Jahr Verzögerung im Bau, da das Land die Fördermittel nicht freigibt. Um die Subventionen auszuzahlen müssen die Landesanstalt für Umwelt und Geologie sowie das Landesamt für Bau und Verkehr noch ihre Gutachten abgeben, erklärte zum Sommerfest der Jenaer Wirtschaft vergangenen Donnerstag Thüringens Wirtschaftsminister Mathias Machnig(SPD). Den Jenaer Behörden war mitgeteilt wurden, die Anträge würden wegen Mitarbeitermangels in der Landesverwaltung noch nicht bearbeitet werden können.
In Jena-Göschwitz sollen auf dem 13 Hektar großen Areal des ehemaligen Zementwerks Bauflächen für High-Tech-Unternehmen entstehen. Bis spätestens Oktober muss die Stadt den Förderbescheid bekommen, um noch in diesem Jahr mit dem Abriss der Halle beginnen zu können. Diese Arbeiten sind nur im Winter möglich.
Die erforderlichen Fördermittel über sechs bis sieben Millionen stelle das Wirtschaftsministerium gerne bereit, erklärte der Wirtschaftsminister. Vergangenen Mittwoch beschloss der Jenaer Stadtrat das Baurechts für das Projekt. Bis Winter 2012 soll das Gelände vollständig erschlossen sein. Insgesamt könnten 800 neue Arbeitsplätze entstehen.
Mihajilo Kolakovic, Sprecher der Interessengemeinschaft Gewerbegebiet Süd, kritisierte darüberhinaus die Förderpolitik des Freistaates: Wenn Firmen, die viele Arbeitsplätze schaffen, mehr Geld bekommen als Unternehmen mit weniger Beschäftigten, fördere dies Jobs im Niedriglohnsektor. Dem widersprach Machnig: Die Förderpolitik des Landes stütze sich auf die zwei Kriterien Arbeitsplätze und Innovation.
Machnig lobte im Rahmen des Sommerfestes die prächtige Entwicklung Jenas. Die Universitätsstadt darf sich nach Angaben des Finanzmarktmagazines „Capital“ in einer Liga mit Großstädten wie München, Hamburg oder Bonn messen. Im diesjährigen Wirtschaftsranking belegte die Universitätsstadt den 10. Platz. Mit einer Exportquote von 45 Prozent, einem Akademikeranteil von gut einem Viertel und einer Arbeitslosigkeit unter sieben Prozent spielt Jena wirtschaftlich gesehen in der oberen Liga. Machnig sieht gute Chancen, dass Jena zur wirtschaftlichen Lokomotive Thüringens aufsteigen könnte.

Autor:

Franz Purucker aus Jena

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