Auch Verse und Gedichte unterliegen dem Urheberrecht!

Oh, für meinen Beitrag würden sich ein paar Zeilen aus dem Gedicht gut machen, die passen da richtig dazu. Also gesagt, getan. Abgeschrieben (oder Strg+C und Strg+V) in meinen Artikel eingebaut, Anführungszeichen verwendet - man will das ja als Zitat verwenden, und noch den Dichter bzw. den Verfasser daruntergeschrieben - damit ist allen Recht getan.

o d e r ?

Im Prinzip JA - aber nur dann, wenn der Urheber schon mindestens 70 Jahre tot ist!
Kaum zu glauben - aber es ist wirklich so. Nicht nur für Fotos gilt das Urheberrecht (in Bezug auf eine Veröffentlichung) sondern es gilt auch für das geschriebene Wort!
Wer kennt nicht den Roman "Emil und die Detektive" (1929) von Erich Kästner († 29. Juli 1974), wer daraus was 'abschreiben' wollte, muss bis 2044 warten erst dann wird das Werk gemeinfrei und es ist nicht mehr die Genehmigung der Erben erforderlich. Das gleiche gilt auch für seine Verse. Ich möchte da besonders auf den 'Streitfall des Tages' Wenn ein Kästner-Zitat Hunderte Euro kostet hinweisen.
Auch die Erben Karl Valentins († 9. Februar 1948), der nicht nur durch seinen Wortwitz berühmt wurde, haben schon manche Abmahnung verschickt. Allerdings, wie auch bei Erich Kästner, nur schon ein paar Jahre früher, nämlich ab 2019 werden seine Werke gemeinfrei. Urheberrechtliche Hinweise zu seinen Werken finden Sie z.B. auf dem Internetauftritt seiner Erben.
Fraglich ist, sicher nicht nur für mich, ob ein paar aneinandergereihte Wörter, ein Spruch oder ähnliches gleich ein urheberrechtliches Problem darstellen. Wer sagt denn nicht, dass Herr Valentin nicht auch schon Sprüche von anderen Autoren verwendet hat (damals hat bloß keiner darauf geachtet)? Mein Opa hat auch schon Sprüche draufgehabt, und der hatte ein paar Jahre früher gelebt. Sicher kann man alles und immer ÜBERTREIBEN.

Liebe Leser, achten Sie also bitte darauf, dass Ihre Kinder dem Weihn8smann nur gemeinfreie Verse aufsagen, vielleicht hat ja der rote Gesell schon ein paar Blankoabmahnungen im Sack stecken.

Übrigens, Herr von Goethe ist schon 180 Jahre tot, deswegen mußte ich auch niemanden fragen ob ich den Vers aus "Prolog im Himmel" verwenden darf.

Autor:

Eberhard :Dürselen aus Weimar

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

14 Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.