Bagger, Schlamm und kalte Temperaturen

Geschäftsführer Wolfgang Weiß und Besucherin Antonia sind sich einig: sauberes Wasser ist das Ziel für die kommenden Jahre
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  • hochgeladen von Winja Versin
Wo: Schleichsee, Obere Aue, 07745 Jena auf Karte anzeigen

"Schlammheben" am Schleichersee: Die Arbeiten sind in vollem Gange. Mit der letzten Entschlammung im Jahre 1987/88 noch im Gedächtnis, laufen die bisherigen Arbeiten schneller und mit größerer Hilfe ab. „Vor über zwei Jahrzehnten war es technisch gesehen noch nicht möglich den See so konsequent vom Schlamm zu befreien“, erzählt Dr. Jens Götze von der Bauüberwachung. Dem Zeitplan voraus, macht das Bild der leeren Grube die Relationen deutlich: 40.000qm² Fläche sollen nach nur wenigen Monaten wieder bis zur kommenden Sommersaison hergestellt werden und den Gästen ein einwandfreies Naturbad mit verbesserter Wasserqualität bieten. Auch die 6-jährige Antonia ist sich bei dem Anblick sicher: „Letztes Jahr war das Wasser noch ein bisschen dreckig, aber bald kann ich wieder mit meiner Familie am Wochenende hier schwimmen“. Bei der Organisation und der Umsetzung konnte man sich schon vorab auf Unterstützung durch die Anglerunion verlassen. Der im Schleichersee vorkommende Fischbestand von über zehn verschiedenen Arten wurde unter wissenschaftlicher Begleitung abgefischt und sorgt zur kommenden Saison wieder für „alte Bekannte“. Mit geschätzten Gesamtkosten von 250.000€ für die komplette Renaturalisierung liegt der finanzielle Aufwand unter dem erwarteten Betrag. Wolfgang Weiß, Geschäftsführer der Jenaer Bäder- und Freizeitgesellschaft, stellt das Ziel der ganzen Arbeiten klar heraus: „Es wurde Zeit, zugunsten einer guten und dem Anspruch der Gäste angemessenen Wasserqualität dafür zu sorgen, den Schlamm nun wieder abzutragen“. Durch den geringen Nährstoffgehalt kommt es vermehrt zu Algenwuchs und unsauberem Gewässer. Nachdem der See komplett in die Saale abgepumpt wurde, stellt sich die Frage nach dem bald anstehenden Zulauf. „Sobald die Baggerarbeiten beendet sind wird sich der See komplett selbstständig durch das Grundwasser wieder füllen“, so Weiß.

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